Friedhof Finkenriek, Friedhof und Park in Wilhelmsburg, Hamburg, Deutschland
Der Finkenrieker Friedhof ist ein Friedhof und Parkgelände im Stadtteil Wilhelmsburg, das sich nördlich und südlich der König-Georg-Deich-Straße erstreckt. Das Areal liegt in der Nähe der Süderelbe und bietet etwa 8.500 Grabplätze für Bestattungen.
Das Gelände wurde 1957 gegründet und dient seitdem als Bestattungsplatz für die Stadt. Eine Kapelle mit Glockenturm prägt den Ort und erinnert durch ein Relief an die Opfer der Flutkatastrophe von 1962.
Der Name des Friedhofs stammt vom Finkenrieker Marschland am Südrand Wilhelmsburgs. Seit 2020 gehören ein muslimisches Gräberfeld und ein Wasch- und Gebetshaus dazu; dessen Architektin Medine Altiok stimmte sich mit Imamen und Vertretern der Wilhelmsburger Gemeinden ab. Grabfelder und Gebäude sind nach Mekka ausgerichtet.
Der Friedhof liegt im Süden der Elbinsel Wilhelmsburg, nahe der A1-Ausfahrt Stillhorn, und wird durch den Finkenrieker Hauptdeich vor der Süderelbe geschützt. Der alte südliche Teil mit der Kapelle und der neue nördliche Teil sind durch den König-Georg-Deich getrennt. Die Grabfelder im Süden erschließt eine West-Ost-Allee, die im Norden eine Süd-Nord-Achse.
Das Wasch- und Gebetshaus wurde 2020 als erste Ausbaustufe eines muslimischen Gräberfelds eröffnet, für das 104 Grabfelder auf einem ehemaligen Lagerplatz angelegt wurden. Die Architektin Medine Altiok nahm Maschrabiyyas sowie geometrische und florale Muster der traditionellen islamischen Architektur zum Vorbild; das Dach ist mit Zink eingedeckt, in die Decken von Waschraum und Gebetsraum ist je eine Kuppel eingearbeitet.
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