Mergelgrube bei Hannover, Naturschutzgebiet in Misburg, Deutschland.
Die Mergelgrube bei Hannover ist ein Naturschutzgebiet in Misburg mit Seen und Moorflächen, die durch ehemals abgebaute Kalksteingruben entstanden sind. Das Gelände bietet verschiedene Lebensräume mit Schilfbereichen und offenen Wasserflächen, die Vögel und seltene Amphibien anziehen.
Die über 100 Jahre alte Mergelgrube HPC I der Hannoverschen Portland-Cementfabrik wurde vor etwa 50 Jahren stillgelegt. Zwischenzeitlich aufgeforstete Pappeln wurden entfernt und Wege, Treppen sowie eine Aussichtskanzel angelegt. Mit Wirkung vom 8. Juli 2016 wurde die Grube als Naturschutzgebiet „Mergelgrube bei Hannover (HPC I)“ ausgewiesen.
Die stillgelegte Mergelgrube HPC I der Hannoverschen Portland-Cementfabrik ist heute Naturschutzgebiet; Wege, Treppen und eine Aussichtskanzel erschließen sie für Besucher. Eine Pumpe verhindert das Volllaufen, so dass am Grubenboden die früher für den Seckbruch nordöstlich von Hannover typische Flora und Fauna zu sehen ist, daneben Küstenarten wegen des erhöhten Salzgehalts des Mergels.
Der Zugang zum Gelande ist begrenzt, um die empfindlichen Lebensräume zu schützen. Besucher sollten sich an ausgewiesene Wege halten und auf den Schutz dieser Orte achten.
Der Mergel der Grube ist salzhaltig, weshalb hier Küstenpflanzen weit im Binnenland wachsen. Zählungen ergaben 45 gefährdete Pflanzenarten, darunter zwei seit 1897 in Niedersachsen verschollene. Eine Pumpe hält den Grubenboden trocken und legt die Flora des einstigen Seckbruchs frei.
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