Menke-Planetarium, Planetarium in Glücksburg, Deutschland
Das Menke-Planetarium liegt im Glücksburger Stadtteil Sandwig in der Fördestraße 37 am Rand des Quellentals. Seine Kuppel misst sechs Meter im Durchmesser und bietet 50 Besucherplätze; seit 2011 ersetzt ein Digistar-7-System mit zwei HD-Projektoren den ursprünglichen Zeiss ZKP 1. Dahinter, auf einer benachbarten Anhöhe, besitzt die Sternwarte zwei Beobachtungstürme: Im einen steht ein Meade-LX200-Teleskop mit etwa 40 cm Spiegeldurchmesser, im anderen ein 60-cm-Kutter-Tri-Schiefspiegler der Firma Rademacher.
Der Physiker Josef Ferdinand Menke errichtete das Planetarium Mitte der 1960er Jahre und nahm es 1969 in Betrieb; für seine Firma Elektro Optik GmbH kam eine Sternwarte hinzu. Nach Menkes Tod im Mai 1995 übernahm die Fachhochschule Flensburg im November 1995 den Betrieb, 2000 stifteten die Erben die Anlage. Zum Jahreswechsel 2018/19 ging sie an die Familie Menke/Jargstorf zurück, die Hochschule nutzt sie weiter per Mietvertrag.
Der um 1996 gegründete Förderverein Sternfreunde Flensburg/Glücksburg e. V. erhält und betreibt die Anlage und darf die Teleskope der Sternwarte unentgeltlich nutzen; 2019 zählte er 120 Mitglieder. Seit der Inbetriebnahme 1969 dient das Planetarium Schulklassen und öffentlichen Veranstaltungen für Erwachsene.
Der Besuch ist an Tagen mit gutem Wetter am lohnendsten, da die Observatorien dann für Himmelsbeobachtungen zur Verfügung stehen. Es empfiehlt sich, voraus zu planen und nachzuprüfen, welche Veranstaltungen an bestimmten Tagen stattfinden.
Das größere Instrument der Sternwarte ist ein Spiegel von 60 cm Durchmesser und 8,90 m Brennweite, ein von Anton Kutter entworfener und von der Firma Rademacher gebauter Tri-Schiefspiegler. Es ist der größte je gebaute Kutter-Tri-Schiefspiegler; die Treffen der Kutter-Schiefspiegler-Gemeinde finden in Biberach statt, dem Geburtsort Kutters.
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