Marienkirche Molzen, Neoklassizistische Kirche in Molzen, Deutschland.
Die Marienkirche ist eine einschiffige Saalkirche ohne Seitenschiffe, erbaut ab 1853 und am 17. Dezember 1854 geweiht nach Plänen von Ludwig Hellner, dem früheren Konsistorialbaumeister in Hannover. Auf Wunsch der Gemeinde erhielt sie einen abgesetzten polygonal geschlossenen Chorraum, eine seitliche Kanzel, Kreuzgewölbe über Chor und Schiff sowie eine weit vorgeschobene Orgelempore über dem Westportal. Feldsteine, von den Dörflern herbeigeschafft, bilden Fundament und unteres Mauerwerk.
Die mittelalterliche Kirche verfiel und wurde 1746 unter Propst Johann Christoph Zimmermann restauriert; der im Siebenjährigen Krieg beschädigte Turm wurde 1771 abgerissen und 1772/73 neu errichtet. Pastor Christian Ludwig Prelle, seit 1845 im Amt, setzte einen Neubau durch. Die alte Kirche wurde im Herbst 1852 abgerissen, die neue nach Plänen von Ludwig Hellner am 17. Dezember 1854 eingeweiht.
Die Marienkirche dient seit ihrer Errichtung als Versammlungsort für die Gemeinde Molzen und prägt das religiöse Leben der Region. Die schlichte Innenausstattung und regelmäßigen Gottesdienste machen sie zum sozialen Mittelpunkt des Ortes.
Die Kirche ist ein frei zugänglicher Ort für Besucher und Gemeindemitglieder zu den Gottesdienstzeiten und Veranstaltungen. Vor dem Besuch empfiehlt sich, die aktuellen Öffnungszeiten und Veranstaltungen zu überprüfen, um einen guten Zeitpunkt zu finden.
Der Innenraum beherbergt einen barocken Taufengel aus dem 18. Jahrhundert, der nach Jahren des Verschwindens 1961 über dem Taufbecken wieder angebracht wurde. Dieses Kunstwerk ist das einzige erhaltene Exemplar dieser Art im gesamten Uelzener Kirchendistrikt.
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