Evangelische Kapelle, Evangelische Kapelle in Bad Salzhausen, Deutschland
Die Evangelische Kapelle ist eine protestantische Kapelle in Bad Salzhausen, einem Ortsteil von Nidda in Hessen, der als Kurort bekannt ist. Das Gebäude ist auch als Kulturdenkmal in Deutschland eingetragen und verbindet so religiöse Nutzung mit denkmalpflegerischem Schutz.
Der 1828 als klassizistischer Rechteckbau errichtete Bau diente Justus von Liebig von 1828 bis 1831 als Laboratorium und Salzsäurefabrik. Seit 1831 stand er leer und wurde zeitweilig als Abstellraum und später als Feuerwehrschuppen genutzt. Ab 1934 nutzte die evangelisch-lutherische Kirche Nidda den westlichen Teil als Kapelle; von 1969 bis 1971 erfolgte der Umbau in eine Kirche.
Das Fensterbild von 1994 stammt von dem in Nidda aufgewachsenen Künstler Diether F. Domes und deutet die Farben des Kurorts: Blau steht neben den Heilquellen für Gesundheit und Taufe, Braun für Erde und Schöpfung, Gelb für Licht und Auferstehung, Rot für Liebe und den Blutstrom des Lebens. Vier Bleiglasfenster im Vorraum des ersten Stocks zeigen seit 1934 die Wappen von Ludewig Knott, Roland Krug von Nidda, Johann Wilhelm Langsdorf und Julius Liebig.
Die Kapelle steht am südlichen Ortsrand von Bad Salzhausen, nicht im Ortskern. Der Zugang erfolgt von der Straßenseite; innen ist der Altarbereich im Südwesten um zwei Stufen über dem braun gefliesten Boden erhöht. Vor den vier schmalen Fenstern der Südwestwand steht die Glaswand mit 24 Feldern.
Das Gebäude entstand 1828 als Laboratorium und Salzsäurefabrik, die Justus von Liebig von 1828 bis 1831 betrieb. Dabei stieß er unwissentlich auf Bromid, das er für „hydrojodsaures Natrium“ hielt. Im Vorraum des ersten Stocks sind vier Bleiglasfenster von 1934 mit den Wappen von Ludewig Knott, Roland Krug von Nidda, Johann Wilhelm Langsdorf und Julius Liebig erhalten.
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