Haus an der Redoute, Kulturerbe-Theater in Bad Godesberg, Deutschland
Das Haus an der Redoute ist ein Theatergebäude mit fünf Fensterachsen in klassizistischem Stil, das an der Kurfürstenallee neben der historischen Redoute steht. Das Innere besteht aus mehreren Ebenen, wobei ein kleiner Zuschauerraum im ersten Geschoss die Aufführungen beherbergte und Kellerbereiche später für Kunstausstellungen genutzt wurden.
Kurfürst Maximilian Franz von Österreich ließ das Kammertheater 1790 bis 1792 nach Plänen Martin Leydels neben der Redoute errichten und durch einen gedeckten Gang mit ihr verbinden. Gespielt wurde nur 1793 und 1794, vor dem Kurfürsten und wenigen Gästen. 1823 behielt der Bankier Daniel Heinrich von der Heydt das Haus beim Verkauf der Redoute; Carl von der Heydt ließ es 1861 zum Landhaus umbauen, wobei der Gang abgerissen und ein Hauseingang angelegt wurde.
Der Name bezieht sich auf die benachbarte Redoute, das für den Kölner Kurfürsten Maximilian Franz errichtete Ball- und Versammlungshaus, nicht auf eine Befestigung. Das frühere Komödienhaus dient heute der Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg; die Räume im Untergeschoss stehen Bad Godesberger Künstlern offen, die sich um einen Ausstellungsplatz bewerben können, zudem finden Kammermusikabende und Empfänge statt.
Das Haus beherbergt heute die Verwaltung des Bezirks Bad Godesberg und bietet Ausstellungsflächen für Künstler in den Kellerräumen. Besucher sollten beachten, dass der Zugang zu Teilen des Gebäudes möglicherweise eingeschränkt ist, da es sich um einen genutzten Verwaltungsort handelt.
Der Zuschauerraum im ersten Stock war knapp 35 Quadratmeter groß; Sitzbänke blickten auf eine ebenerdige Bühne. Bespielt wurde das Theater nur 1793 und 1794, überwiegend privat für Kurfürst Maximilian Franz und wenige Gäste. Ein gedeckter Gang verband es einst direkt mit der benachbarten Redoute.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.901 Mitwirkenden weltweit.