Staustufe Klingenberg, Schleuse und Staustufe am Main in Klingenberg am Main, Deutschland
Die Staustufe Klingenberg ist eine Stauanlage mit Schleuse am Main, die den Wasserstand für die Schifffahrt reguliert. Die Anlage besteht aus mehreren Bauteilen, die zusammen den Fluss aufstauen und den Durchgang von Schiffen ermöglichen.
Die Staustufe Klingenberg gehört zum dritten Bauabschnitt des Mainausbaus, der zwischen 1926 und 1941 realisiert wurde. Das Bauwerk wurde 1930 fertiggestellt und 1931 in Betrieb genommen. Der überschüssige Aushub diente zum Aufschütten eines Hochwasserdamms, der die Klingenberger Altstadt vor künftigen Überschwemmungen schützen sollte.
Die Staustufe ist Teil der „Route der Industriekultur Rhein-Main“, die Industriedenkmäler der Region Rhein-Main erschließt. Die Bauten folgen der funktionalen Formensprache des Bauhauses; die drei walzenförmigen Stahltore des Wehrs, je etwa 35 m breit, werden bei Hochwasser aus dem Fluss gehoben. Oberhalb des Wehrs verläuft ein eiserner Wehrsteg für Wartungsarbeiten.
Besucher können die Anlage von umliegenden Wegen aus sehen und verstehen, wie sie funktioniert. Beste Aussichtspunkte sind vorhanden, wenn man zu Fuß die Ufer des Main erkundet.
Im April 2012 wurde die Schleusenkammer trockengelegt und die ursprünglich genieteten Tore durch geschweißte Tore von 6,70 Metern Höhe ersetzt; dafür war die Schifffahrt auf dem Main mehrere Wochen gesperrt. Die Bootsschleuse neben der Kammer mit 2,50 Metern Nutzbreite und 11,60 Metern Nutzlänge ist außer Betrieb.
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