Schloss Günzach, Historisches Schloss in Günzach, Deutschland.
Schloss Günzach ist ein dreiflügeliges Schlossgebäude in Günzach, Bayern, das 1730 errichtet wurde und dessen Fassaden um 1900 erneuert wurden. Das Hauptgebäude trägt markante Walmdächer und wird von einem Maschinenhaus im Norden sowie einem zweiflügeligen Wirtschaftsgebäude im Südosten ergänzt.
Nach der Säkularisierung von 1803 erwarb Johann Friedrich das Anwesen und baute es zu einer Brauerei um. Die Familie Gabler führte den Betrieb von 1855 bis 1875.
Der Name Günzach leitet sich von der Günz ab, an deren Ufer das Schloss im „Thal an der Günz“ errichtet wurde. Die katholische Kapelle des Anwesens, der Heiligen Familie geweiht, entstand 1902, im selben Jahr wie das Maschinenhaus. Eleonore Gabler (1923–2020), letzte Eigentümerin des Schlossguts, war von 1972 bis 1984 Gemeinderätin in Günzach.
Die Anlage liegt in der Gemeinde Günzach im Landkreis Ostallgäu, im Bereich „Thal an der Günz“. Die drei Flügel umschließen einen Hof; an der Nordseite steht das Maschinenhaus von 1902, südöstlich das zweiflügelige Ökonomiegebäude. Auf dem Gelände befindet sich die katholische Kapelle Hl. Familie von 1902.
Die Schließung der Gabler'schen Schlossbrauerei 1930 beendete die gewerbliche Nutzung nicht: In den Gebäuden entstand eine Baumwollspinnerei, erst später folgte die erste Allgäuer Glasmanufaktur. Die Abfolge reicht von der Brauerei über die Spinnerei zum Glas.
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