Schloss Waal, Schloss in Waal, Landkreis Ostallgäu, Deutschland
Schloss Waal ist ein stattlicher Walmdachbau mit Ecktürmen, der aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammt und Mitte des 19. Jahrhunderts sowie 1907 umgestaltet wurde. Im Westteil finden sich Reste einer 1397 von den Augsburgern zerstörten mittelalterlichen Burg. Zum denkmalgeschützten Ensemble gehören zudem ein zweiflügeliges Hofgebäude mit Tordurchfahrt, ein Brauhaus, eine Kanzlei, ein Archiv und eine rund 300 Meter lange Lindenallee.
Der westliche Abschnitt des Schlosses bewahrt Überreste einer mittelalterlichen Festung, die während des Städtekriegs 1397 von Augsburger Truppen zerstört wurde. Nach dieser Zerstörung wurde das Anwesen später wieder aufgebaut und modernisiert, wobei seine Struktur die Spuren dieser umstrittenen Periode widerspiegelt.
Waal war Sitz einer Herrschaft, die um 1800 Franz Ludwig Reichsgraf Schenk von Castell gehörte, dem sogenannten Malefizschenk. Heute ist das Schloss Wohnsitz des fürstlichen Hauses von der Leyen; zum Anwesen zählen ein Brauhaus und eine Kanzlei, die als Baudenkmäler geführt werden.
Das Gelände befindet sich im Ostallgäu-Gebiet und ist von außen einsehbar, wobei man die verschiedenen Gebäude und Türme vom Rande des Anwesens aus wahrnehmen kann. Eine Allee mit alten Linden führt entlang des südöstlichen Bereichs und bietet einen natürlichen Weg für einen Rundgang um die Außenbereiche.
Die etwa 300 Meter lange, Anfang des 20. Jahrhunderts angelegte Lindenallee ist als eigenständiger Bestandteil in der Denkmalliste eingetragen, neben Hofgebäude, Brauhaus, Torbau, Kanzlei und Archiv. Sie verläuft an der Südostseite des Schlossparks.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.717 Mitwirkenden weltweit.