Jupitergigantensäule, Römische Jupitersäule in Hausen an der Zaber, Brackenheim, Deutschland
Die Jupitergigantensäule von Hausen an der Zaber ist ein über sieben Meter hohes römisches Weihedenkmal aus Schilfsandstein. Sie erhebt sich über einem Viergötterstein mit Reliefs, einem achteckigen Wochengötterstein und einem kannelierten Schaft, der mit stilisierten Eichenblättern und Eicheln bedeckt ist. Das Kapitell trägt Büsten der vier Jahreszeiten, oben reitet Jupiter über einen Giganten.
Die Säule wurde um das Jahr 200 von dem Gutsbesitzer Gaius Vettius Connougus, einem römischen Bürger vermutlich keltischer Herkunft, als Weihedenkmal für Jupiter und Juno errichtet, wohl als Dank für das Gedeihen seiner Ernten. Bei einer Ausgrabung wurden 1964 die fast vollständig erhaltenen Überreste geborgen und in die Sammlung des Römischen Lapidariums Stuttgart verbracht. Abgüsse der rekonstruierten Säule wurden in Hausen, Stuttgart, Köngen und Güglingen aufgestellt.
Die eichenblattförmigen Schuppen am Schaft, aus deren Grund Eicheln wachsen, verweisen auf den keltischen Baumkult, aus dem diese Säulen hervorgingen; der Kranz im Viergötterrelief trägt dasselbe Motiv. Der Stifter Gaius Vettius Connougus trug einen keltischen Namen und weihte das Denkmal Jupiter und Juno auf seinem eigenen Gutshof.
Der Abguss der rekonstruierten Säule steht in Hausen an der Zaber vor dem Römischen Lapidarium in Stuttgart, wo ein rotes Schild „Römische Götterwelten“ auf die Präsentation hinweist. Die 1964 geborgenen Originalfragmente gehören zur Sammlung des Stuttgarter Lapidariums. Weitere Abgüsse wurden in Stuttgart, Köngen und Güglingen aufgestellt.
Der Säulenschaft ist mit stilisierten Eichenblättern und Eicheln bedeckt, die oberhalb eines schmalen Bandes nach unten und unterhalb nach oben gerichtet sind. Dieser Eichenschmuck unterscheidet die Hausener Säule von anderen, die einfache Schuppen, Weinranken oder Figurenreliefs tragen, und verweist auf den keltischen Baumkult.
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