St. Bonifatius, Katholisches Kirchengebäude in Wirges, Deutschland.
St. Bonifatius, volkstümlich Westerwälder Dom, ist eine katholische Kirche in Wirges, die 1885–1887 nach einem Entwurf des Frankfurter Architekten Max Meckel im neugotischen Stil errichtet wurde. Das Foto zeigt raue graubraune Steinmauern mit helleren Gewänden, hohe spitzbogige Fenster mit Maßwerk in Paaren, darunter kleine Rundfenster und eine spitzbogige Holztür. Auf dem steilen Schieferdach sitzt links ein hoher Turm mit Spitze, in der Dachmitte ein kürzerer Spitzhelm.
Um 1200 stand hier eine erste Steinkirche; ihr romanischer Turm blieb erhalten, als 1774 ein spätbarockes Schiff angebaut wurde. Die heutige neugotische Kirche wurde 1885–1887 nach Plänen von Max Meckel errichtet und am 20. August 1887 von Bischof Karl Klein geweiht. Seit 1902 trägt sie im Volksmund den Namen „Westerwälder Dom“.
Im Volksmund heißt St. Bonifatius seit 1902 „Westerwälder Dom“. Die Pfarrei ist dem heiligen Bonifatius geweiht, und die Kirche ist bereits der dritte Bau an diesem Ort, der seinen Namen trägt, nachdem die Vorgänger für die wachsende Gemeinde zu klein geworden waren.
Der Haupteingang ist die spitzbogige Holztür am Fuß der Fassade; ein Schild daneben weist einen Parkplatz und einen Rollstuhlzugang aus. Die Kirche steht im Zentrum von Wirges, am Platz ihrer beiden Vorgängerbauten, und ist von den umliegenden Straßen aus zu Fuß erreichbar. Das Schiff lässt sich am besten außerhalb der Gottesdienstzeiten besichtigen.
Der Beiname „Westerwälder Dom“ ist seit 1902 im Volksmund gebräuchlich, obwohl die Kirche nur Pfarrkirche ist. Der Grundstein der um 1885 abgerissenen Vorgängerkirche des Spätbarock ist noch heute neben dem zum Pfarrhaus hin gelegenen Seiteneingang sichtbar eingemauert.
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