Talbrücke Schraudenbach, Autobahnbrücke in Werneck, Deutschland.
Die Talbrücke Schraudenbach ist eine 236 Meter lange Spannbetonbrücke der A 7 zwischen dem Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck und der Anschlussstelle Gramschatzer Wald. Sie besteht aus zwei getrennten Überbauten als zweistegige Plattenbalken mit Stützweiten von 34 Metern in den Endfeldern und 42 Metern in den Innenfeldern. Die Brücke überspannt den Stängersgraben und die Kreisstraße SW 12 zwischen Schraudenbach und Zeuzleben.
Die Brücke von 1965 trug vier Fahrstreifen und zwei Standspuren, bis im Juni 2015 der Ersatzbau mit 236 Metern Länge und Stützweiten von 34 und 42 Metern begann. Am 15. Juni 2016 stürzte das 20 Meter hohe Traggerüst zwischen Pfeiler 5 und 6 mit frischem Beton ein; ein Arbeiter starb, 14 wurden verletzt. Ende November 2017 wurde der erste Überbau übergeben, im Dezember 2019 war der Neubau fertig.
Die Brücke führt die A 7 über den Stängersgraben und die Kreisstraße SW 12 zwischen Schraudenbach und Zeuzleben. Ihren Namen trägt sie nach dem Dorf Schraudenbach im Landkreis Schweinfurt. Der ab 2015 errichtete Ersatzneubau erhielt einen sechsstreifigen Fahrbahnquerschnitt für den späteren Ausbau der A 7 zwischen den Kreuzungen Schweinfurt/Werneck und Biebelried.
Als aktive Autobahnbrücke ist sie für Fußgänger nicht zugänglich und sollte nur aus dem fahrenden Verkehr beobachtet werden. Der beste Ort zum Betrachten der Struktur ist von den umliegenden Straßen oder geparkten Bereichen neben der Autobahn.
Beim Einsturz des Traggerüsts 2016 starb ein 38-jähriger Bauarbeiter, 14 weitere wurden verletzt; alle arbeiteten für einen Subunternehmer von Max Bögl. Ein Gutachten führte das Versagen auf unterdimensionierte Verbindungselemente einer Gerüststütze zurück. Im Mai 2023 verurteilte das Landgericht Schweinfurt den Prüfingenieur und seinen Sachbearbeiter wegen fahrlässiger Tötung zu eineinhalb Jahren bzw. neun Monaten Haft auf Bewährung.
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