Maria Immaculata, Pfarrkirche in Biburg, Deutschland
Maria Immaculata ist eine romanische Pfeilerbasilika in Biburg, errichtet über dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes aus unverputzten Kalk- und Kalktuffsteinquadern. Die hellgraue Quaderfassade und das steile rote Ziegeldach umschließen ein Langhaus mit hohen rundbogigen Fenstern und einer unteren Reihe kleiner Bogenöffnungen. Über den Nebenchören am rechten Ende erheben sich zwei 36 Meter hohe Türme mit grünen Pyramidendächern und Kreuzen.
Bischof Otto von Bamberg erhielt 1125 die Burg Biburg von Graf Heinrich I. von Sittling und seiner Gemahlin Bertha, und der Kirchenbau begann sogleich. Die romanische Pfeilerbasilika wurde 1133 vorläufig und 1140 durch die Bischöfe von Regensburg und Bamberg feierlich geweiht. Das Kloster wurde unter Abt Eberhard, dem späteren Erzbischof von Salzburg, zur Benediktinerabtei erhoben. Nach dem Brand des Frauenkonvents 1278 ließ der Orden ab 1394 die Seitenschiffe und bis 1532 das Hauptschiff im gotischen Stil einwölben.
Die Kirche ist der Unbefleckten Empfängnis geweiht, daher der Name Maria Immaculata. Seit 1785 ist sie Pfarrkirche von Biburg und übernahm diese Aufgabe von der alten Pfarrkirche St. Stephan, die dafür abgebrochen wurde. Das Grabdenkmal der seligen Bertha von Ratzenhofen, Mitgründerin des Klosters, kam 1968 aus der Wallfahrtskirche Allersdorf hierher und steht in der Apsis des nördlichen Seitenschiffs.
Die Kirche liegt auf einer Anhöhe über dem Tal der Abens an den nördlichen Ausläufern der Hallertau. Das Westportal, früher der einzige Zugang für Nichtklosterleute, ist der Witterung ungeschützt ausgesetzt; ein weiterer Eingang befindet sich an der Westseite des südlichen Querhauses. Alle vier Glocken hängen im Südturm, die Schallöffnungen des Nordturms sind daher ohne Funktion.
Die Schallöffnungen des Nordturms erfüllen ihren Zweck nicht mehr: Alle vier Glocken hängen im Südturm. Die beiden 36 Meter hohen Türme erheben sich über den Nebenchören, ihre oberen Geschosse sind von gekuppelten Klangarkaden durchbrochen und schließen mit Pyramidenhelmen, Kugel und Kreuz ab.
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