Lochmühle, Wassermühle in Lohmen, Deutschland
Die Lochmühle Lohmen ist eine Wassermühle an der Einfahrt zu einem engen Tal namens Liebethaler Grund, das der Fluss Wesenitz durch Sandsteinformationen geschaffen hat. Die Anlage befindet sich in einer tiefen Schlucht und wird von steil aufragenden Felswänden umgeben.
Die Lochmühle wurde 1559 erstmals als Mahlmühle erwähnt, vermutlich kurz zuvor erbaut, da die Urkunde vermerkt, sie sei „noch nicht vollkömmlich erbaut“. Ein Felssturz zerstörte sie 1681; 30 Schritt flussaufwärts wurde sie neu errichtet. Nach einem Brand 1828 baute Besitzer Friedrich August Schreiter sie mit vier Mahlgängen wieder auf und erhielt 1842 die Genehmigung zum Betrieb einer Gastwirtschaft.
Der Komponist Richard Wagner verbrachte 1846 einen Sommer dort und schrieb Teile seiner Oper Lohengrin. Ein Denkmal aus dem Jahr 1933 erinnert an diesen Aufenthalt des berühmten Musikers.
Der Komplex ist derzeit für Besucher nicht zugänglich, da Restaurierungsarbeiten seit 2017 durchgeführt werden. Die Umgebung bietet jedoch Wanderwege durch die Schlucht, die man erkunden kann.
Der 1799 von Mühlsdorf angelegte Fahrweg war so steil, dass Getreide- und Mehlsäcke meist auf Eselsrücken statt per Pferdewagen ins Tal gebracht wurden. Der Name der Mühle rührt von ihrer Lage buchstäblich „im Loch“ des tief eingeschnittenen Wesenitztals her.
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