Mariä Himmelfahrt, Gotische Pfarrkirche in Kelheim, Deutschland
Mariä Himmelfahrt ist eine gotische Pfarrkirche in Kelheim mit gelben Wänden und grauen Steinrahmungen. Der viergeschossige Westturm trägt ein Zifferblatt und einen achtseitigen Spitzhelm mit Kreuz; das Langhaus hat ein steiles rotbraunes Dach. Graue Strebepfeiler trennen spitzbogige Fenster mit dunklem Glas, und nahe dem Sockel hängt ein Kruzifix unter einem kleinen Baldachin.
Um das Jahr 1000, als Kelheim die Marktrechte erhielt, entstand die erste Pfarrkirche. Die heutige Kirche wurde ab etwa 1420 mit dem dreischiffigen Langhaus begonnen; der Chor entstand um 1460, worauf eine Bauinschrift von 1466 am Chorbogen hinweist, und die Seitenschiffe waren 1513 vollendet. Aus Geldmangel nutzte die Pfarrei einen Wehrturm der nahen Stadtmauer als Kirchturm, der durch einen Schwibbogen mit dem Chor verbunden war; er wurde 1689 neu errichtet und 1846 abgebrochen. Der heutige neugotische Westturm entstand 1862 und wurde beim Ausbau 1877–1886 mit dem Langhaus verbunden.
Die Kirche ist Mittelpunkt des religiösen Lebens in Kelheim und Ort regelmäßiger katholischer Gottesdienste. Hier finden auch Hochzeiten, Taufen und andere wichtige Lebensereignisse der Gemeinde statt.
Die Kirche ist nach Osten ausgerichtet, der neugotische Turm steht am Westende; die beiden Portalvorbauten mit Dreiecksgiebel öffnen sich in den mittleren Jochen der Nord- und Südseite des Langhauses. Die steinerne Marienfigur über dem Südportal, um 1450 entstanden, kennzeichnet diesen Eingang. Auf dem Kirchplatz erinnert eine neugotische Laternensäule an den 1855 aufgelösten Friedhof.
Der Turm war kein eigentlicher Kirchturm: Kelheim fehlte das Geld, daher diente ein Wehrturm der Stadtmauer als solcher, über einen Schwibbogen mit dem Chor verbunden und mit Spitzhelm versehen. Hochwasser nahe dem Zusammenfluss von Donau und Altmühl setzten ihm zu; 1689 neu errichtet, wurde er 1862 durch den heutigen neugotischen Westturm ersetzt.
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