Reformierte Kirche, Protestantische Kirche im Stadtteil Mitte, Hannover, Deutschland
Die Reformierte Kirche an der Lavesallee 4 ist ein neugotischer Steinbau, der 1886 bis 1898 nach Plänen von Hubert Stier errichtet wurde, ausführender Architekt war Georg Heußner. Neben dem Satteldachschiff mit steilem dunklem Dach und großem Maßwerkfenster steht ein hoher Turm aus graubraunen Steinquadern mit schallgedeckter Bogenöffnung und Glockengeschoss. Roter Efeu rankt am Turmsockel; drei hohe vergitterte Bogenfenster liegen zwischen Strebepfeilern der Seitenwand. Der Turm trägt heute keinen Helm.
Deutsche Reformierte weihten hier 1705 ihre erste Kirche ein, gefördert von Sophie von Hannover; französische Hugenotten hatten 1697 eine Gemeinde gegründet. Ende des 19. Jahrhunderts war der Bau baufällig, sodass Hubert Stier einen neugotischen Neubau entwarf, der 1886 bis 1898 unter dem ausführenden Architekten Georg Heußner entstand. Die Luftangriffe im Oktober 1943 ließen nur die Außenmauern stehen; Dieter Oesterlen baute die Kirche 1956 wieder auf, außen nach dem Original, innen völlig neu.
Die Gemeinde hat hugenottische und deutsch-reformierte Wurzeln: Französische Hugenotten gründeten 1697 ihre Gemeinde, deutsche Reformierte 1703. Der Kirchsaal ist schlicht gehalten, ohne Bilder, gemäß dem Bilderverbot; einen Altar gibt es nicht, sondern einen Abendmahlstisch, Kerzen und ein Kreuz sind nicht üblich. Psalmen haben einen festen Platz im Gottesdienst, und am zweiten und vierten Sonntag des Monats wird ein englischsprachiger Gottesdienst gefeiert.
Die Kirche steht an der Lavesallee 4 in der Calenberger Neustadt, gegenüber dem Niedersächsischen Landesarchiv und nahe den Ministerien am Waterlooplatz. Beim Wiederaufbau 1956 wurde der Eingang in die Mitte des Kirchenschiffs verlegt, der angehobene Boden schuf Foyer und Gemeindesaal unter dem Kirchsaal. Der Turm trägt keinen Helm; achten Sie beim Annähern auf den flachen Abschluss.
Seit den Luftangriffen von 1943, die die Kirche ausbrannten, trägt der Turm keinen Helm mehr; Dieter Oesterlen baute bis 1956 nur den Außenbau nach dem Original wieder auf und hob den Boden an, sodass unter dem Kirchsaal ein Foyer und ein Gemeindesaal entstanden. Königin Victoria stiftete die drei 1897 in Hildesheim gegossenen Glocken; die mittlere wurde 1966 nach dem Krieg neu gegossen.
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