Schloss Liel, Barockschloss in Schliengen-Liel, Deutschland.
Schloss Liel ist ein barockes Schloss in Schliengen-Liel mit zwei Geschossen und einem Mansarddach, auf dessen Giebel ein Wappenschild der Familie von Rotberg prangt. Der Bau folgt der klassischen Gestaltung süddeutscher Schlösser des frühen 18. Jahrhunderts mit symmetrischer Fassade und repräsentativen Elementen.
Das Schloss wurde um 1750 von Architekt Johann Jacob Fechter für Franz Benedikt von Baden erbaut und ersetzte eine ältere Burganlage, die 1445 zerstört worden war. Der Neubau markierte die Rückkehr zu einem Wohnschloss nach mehr als 300 Jahren Unterbrechung an diesem Standort.
Die Kapelle im Dachgeschoss zeigt Stuckarbeiten, die den Geschmack der deutschen Adelsfamilien des 18. Jahrhunderts widerspiegeln. Diese Ausstattung war typisch für die Wohnräume wohlhabender Familien dieser Zeit.
Das Gelände beherbergt eine eisenhaltige Quelle, die seit 1560 bekannt ist und noch immer Wasser durch das Unternehmen Lieler Schlossbrunnen liefert. Besucher können den Hof und die Außenbereiche erkunden, die einen Eindruck von der früheren Schlossanlage vermitteln.
Die ursprüngliche Schlossanlage enthielt ein kleines Barocktheater, das heute nicht mehr erhalten ist, sowie Verwaltungsgebäude und einen Park in der Markgräflerland-Region. Diese Theateranlage war ein seltenes Luxusmerkmal für Privatschlösser dieser Zeit und zeigt den Wohlstand der Familie von Baden.
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