Leininger Oberhof, Schlossgebäude in Grünstadt
Das Leininger Oberhof ist ein barockes Palais aus dem frühen 18. Jahrhundert mit einer charakteristischen dreiflügeligen Struktur in Grünstadt. Die Fassade zeigt aufwendige Sandsteinarbeiten und wird von einem monumentalen, verziert gestalteten Eingangstor dominiert.
Das Gebäude wurde 1716 erbaut und diente der Familie Leiningen-Westerburg als Residenz über viele Generationen hinweg. Nach dem Niedergang der lokalen Adelsfamilie wandelte sich seine Nutzung: es beherbergte später eine Schule, eine Bibliothek und wird heute als Kulturstätte wiedergenutzt.
Das Leininger Oberhof war Sitz der Grafen von Leiningen-Westerburg und prägt bis heute das Selbstverständnis Grünstadts als historischer Ort. Die Fassade mit ihrem aufwendigen barocken Eingangsportal zeigt die Bedeutung, die diese Familie in der Region hatte.
Das Gebäude ist von außen frei zugänglich und kann vom Straßenrand aus besichtigt werden, wobei die Barockelemente und die ornamentale Pforte deutlich sichtbar sind. Das Gelände befindet sich zentral in Grünstadt und ist zu Fuß leicht erreichbar, ohne dass man ein Auto benötigt.
Im südlichen Flügel befindet sich ein über 300 Jahre altes Deckengemälde, das die Szene Orpheus in der Unterwelt zeigt und von dem Künstler Johann Martin Seekatz gemalt wurde. Diese verborgene künstlerische Schöpfung zeigt die Raffinesse, die hinter der Fassade dieses Adelspalasts verborgen war.
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