Donatsfriedhof, Historischer Friedhof in Freiberg, Deutschland
Der Donatsfriedhof ist ein 63,8 Hektar großer Friedhof außerhalb der ehemaligen Freiberger Stadtmauer, an der Jakobikirche und nahe dem Donatsturm gelegen. Der Hauptzugang befindet sich an der Straße Am Ostbahnhof, ein weiterer an der Hornstraße. Die Anlage umfasst etwa 2.600 Grabstellen, darunter rund 150 historische Grabmäler aus Sandstein und vier erhaltene Familiengrüfte wie das Grufthaus der Familie Gerlach.
Der Friedhof gehörte zur hölzernen Donatskirche, die 1225 erstmals erwähnt und nach dem heiligen Donatus von Arezzo benannt wurde; der Kirchhof selbst ist 1430 belegt. 1531 erklärte Herzog Heinrich der Fromme ihn zur zentralen Begräbnisstätte Freibergs, zwischen 1567 und 1588 wurde er ummauert. Nach der 1987 vom Stadtrat beschlossenen Teilschließung wurden nur noch bereits verkaufte Grabstellen belegt, bis 2014 die Reaktivierung beschlossen wurde.
Der Friedhof ist seit Jahrhunderten ein Ort für Trauerfeiern und stille Erinnerung in Freiberg. Man kann hier alte Sandsteingräber sehen, die zeigen, wie die Menschen früher ihre Toten ehrten und an sie dachten.
Der Friedhof ist am besten zu Fuß zu erkunden und bietet mehrere Eingangspunkte für verschiedene Bereiche. Besucher sollten mit längeren Wegen rechnen, besonders wenn sie entlegene Gräber und Denkmäler besichtigen möchten.
Der älteste Grabstein des Friedhofs von 1676 zeigt einen Engel, der ein beschriftetes Tuch hält. Erhalten ist außerdem das um 1700 errichtete Grufthaus der Familie Gerlach, eines von nur vier verbliebenen Familiengrüften der einst zahlreichen Anlagen dieser Art.
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