Westdeutsche Jute-Spinnerei und Weberei, Industriedenkmal in Beuel, Deutschland
Die Jute-Spinnerei in Beuel ist eine Fabrik zur Verarbeitung von Pflanzenfasern aus Südostasien. Das Gebäude zeichnet sich durch Rundbogenfenster und verzierte Giebel aus, wahrend ein 46 Meter hoher Schornstein seine Industrievergangenheit markiert.
Die Spinnerei wurde 1860 gegründet und expandierte in den 1880er und 1920er Jahren. Sie arbeitete unter verschiedenen Namen, bis sie ihre Produktion nach Kriegsschäden deutlich veraenderte.
Die Arbeiterwohnungen entlang der Josef-Thiebes-Strasse entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Unterkünfte für die Fabrikbeschäftigten. Diese Häuser zeigen noch heute, wie Industrieunternehmen damals ihre Arbeitskräfte versorgt und gebunden haben.
Besucher können die Außenseite des Gebäudes von der Siegburger Strasse aus leicht einsehen. Da das Gelände nicht ständig für Besichtigungen offensteht, ist es sinnvoll, vorher die Zugänglichkeit zu klären.
Nach Luftangriffen 1944 wandelte sich die Fabrik völlig um und produzierte ab Mitte der 1950er Jahre Kunstleder und Bodenbeläge statt Jute. Diese Neuausrichtung zeigt, wie Industriebetriebe ihre Produktion an neue Bedingungen anpassten.
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