St. Michael, Pfarrkirche in Fürth, Deutschland.
St. Michael ist eine Pfarrkirche in Fürth, die durch ihren Romanischen Stil mit steinernen Bögen und Details auffällt. Das Gebäude zeigt die traditionelle Bauweise religiöser Gebäude in der Region mit klaren geometrischen Formen.
Das Langhaus entstand um 1100 und ist der älteste erhaltene Teil; der Turm wurde 1380/90 angebaut, der oktogonale Turmaufsatz folgte 1520/1530, der Chor um 1480. Fürth vollzog die Reformation nach dem Nürnberger Beschluss vom 5. Juni 1524, als Beginn gilt die erste Visitation am 3. September 1528. Bis 1824 blieb St. Michael die einzige Kirche der Stadt.
Der Erzengel Michael ist seit dem 13. Jahrhundert Stadtpatron von Fürth, und die Kirche trägt seinen Namen. Von 1923 bis 1964 war die Komponistin Frieda Fronmüller hier Organistin und Chorleiterin, ab 1955 Kirchenmusikdirektorin. Am 3. Juni 2018 wurde aus der Kirche der ZDF-Fernsehgottesdienst gesendet.
Die Kirche steht in der wiederaufgebauten Fürther Altstadt, ihr 45 Meter hoher Turm ist weithin sichtbar; der übliche Eingang liegt an der Südseite des Langhauses, neben dem selten genutzten Westportal. Der Turm diente einst als Zuflucht in Kriegszeiten für eine Stadt ohne Befestigung, und im Dreißigjährigen Krieg versah ein bezahlter Wächter dort seinen Dienst.
Als einziges gotisches Ausstattungsstück ist im Inneren ein Sakramentshaus aus Sandstein erhalten, das um 1500 Adam Kraft schuf, der Bildhauer des Sebaldusgrabes in Nürnberg. Die Glasfenster von Hanns Gottfried von Stockhausen wurden zwischen 1958 und 1969 eingesetzt und zeigen den Erzengel Michael, den Durchzug durch das Rote Meer und die Taufe Jesu.
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