Karl-May-Höhle, Bergbauhöhle in Hohenstein-Ernstthal, Deutschland
Die Karl-May-Höhle ist ein 1620 in den Serpentinit des Steinbergs getriebener Stollen nördlich von Hohenstein-Ernstthal. Der anfangs mannshohe, gut einen Meter breite Gang führt in einer leichten Linkskurve etwa 20 Meter ins Berginnere und gabelt sich dann in einen 9 Meter langen linken und einen 13 Meter langen rechten Gang. Der Boden ist feucht, auf den ersten zehn Metern steht Wasser; über größere Steine gelangt man trockenen Fußes hinein.
Der Abbau begann 1620, als ein Bürger aus Lungwitz die Grube zur Eisenerzgewinnung anlegte. Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten schnell zur Aufgabe des Vorhabens, woraufhin das Bergwerk verlassen wurde.
Der Name der Höhle ehrt den Schriftsteller Karl May, der die Gegend kannte und sie in seinen Werken erwähnte. Der Ort ist heute Treffpunkt für Besucher, die sich für die Verbindung zwischen Literatur und lokaler Geschichte interessieren.
Die Höhle liegt im Waldenburger Oberwald nördlich von Hohenstein-Ernstthal und ist nach langer bergamtlicher Verwahrung zu DDR-Zeiten heute wieder frei zugänglich. Der Eingangsgang ist anfangs etwa mannshoch und gut einen Meter breit, führt in einer leichten Linkskurve ins Berginnere und gabelt sich nach rund 20 Metern in einen linken 9 Meter und einen rechten 13 Meter langen Gang. Auf dem Boden steht Wasser, besonders auf den ersten zehn Metern; über größere Steine gelangt man trockenen Fußes hinein.
Der Beiname Räuberhöhle stammt von der Bande des Hohensteiners Christian Friedrich Harnisch, die 1771/72 aktiv war; nach ihrer Ergreifung fand man das Diebesgut in den Stollen. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass diese enge, feuchte Höhle selbst als Versteck diente.
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