Stausee Sohland, Stausee in Sohland an der Spree
Der Stausee Sohland ist eine Talsperre im Spreetal nördlich der Brücke der Bundesstraße 98 in Sohland an der Spree, Sachsen. Sein 650 Meter langer und 70 bis 150 Meter breiter Stauraum fasst bis zu 9,5 Hektar Wasserfläche bei durchschnittlich 2 Metern Tiefe. Am gegenüberliegenden Ufer steht ein langes zweigeschossiges Gebäude mit hellen Wänden, dunkelrotem Dach und drei Dachgauben, daneben liegen Boote an; im Vordergrund liegt ein umgedrehtes grünes Ruderboot im hohen Gras.
Zwischen 1937 und 1941 errichtete der Reichsarbeitsdienst den Stausee zum Hochwasserschutz an der Spree. Ein 80 Meter langer Erddamm mit vier Meter breiter Krone wurde aufgeschüttet, wobei 50.000 Kubikmeter Erdreich bewegt wurden. Die Verlandung setzte dem Stauraum bald zu; nach der endgültigen Ablassung des alten Sees im Jahr 2000 wurde westlich ein neues Flussbett angelegt, und am 17. September 2004 wurde die umgestaltete Anlage eingeweiht.
Der Stausee liegt nördlich der Straßenbrücke der B98 im Spreetal und am Oberlausitzer Bergweg. Die Spree fließt seit 2004 in einem eigenen, 1,2 km langen Bett westlich am See vorbei, an dessen Steilufer der Eisvogel wiederangesiedelt wurde. Zur Anlage gehören ein Biergarten, ein Bootsverleih sowie Fest-, Grill- und Spielplätze.
Das Gewässer ist ein beliebtes Ziel für Angler, die verschiedene Fischarten in seinen Gewässern finden. Die Uferabschnitte bieten je nach Jahreszeit unterschiedliche Lebensräume für Vögel und andere Tiere.
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