Baugewerkschule Idstein, Kulturdenkmal in Idstein, Deutschland.
Die Baugewerkschule Idstein ist ein viergeschossiges Backsteingebäude in der Limburger Straße 2, das 1892/1893 nach Plänen von Emil Hoffmann erbaut und 1910 nach Plänen von August Nabenhauer erweitert wurde. Die Neorenaissance-Fassade ist durch flache Risalite in drei Abschnitte gegliedert, mit gelbem und rotem Backstein, schiefergedecktem Walmdach und Gauben mit Spitzhelmen.
Auf Initiative der Idsteiner Bürgerschaft gegründet, nahm die Schule am 4. Mai 1869 mit vier Schülern im ehemaligen Lehrerseminar den Unterricht auf und war nach Holzmindener Vorbild eine der ersten ihrer Art in Preußen. Am 1. April 1895 übernahm der preußische Staat die Anstalt; der Backsteinbau an der Limburger Straße nach Plänen des Direktors Emil Hoffmann entstand 1892/1893 und wurde 1910 nach Plänen von August Nabenhauer erweitert. 1971 wurde die Schule in die Wiesbadener Fachhochschule eingegliedert, 1993 gab sie den Standort Idstein auf.
Das Gebäude zeigt die Handwerkskunst seiner Zeit und diente lange Zeit als Zentrum für praktische Ausbildung in der Region. Die backsteinerne Fassade und die solide Konstruktion spiegeln den Stolz wider, den man damals in handwerkliche Schulung legte.
Das Gebäude steht an der Limburger Straße 2 am Rand der Idsteiner Altstadt zwischen kleineren Fachwerkhäusern, nicht auf einem Hügel. Die Hauptfassade liegt zur Straße, der 1910 angebaute Seitenflügel reicht im rechten Winkel nach Norden. Das Innere nutzt die Hochschule Fresenius, das Backsteinäußere lässt sich daher am besten von der Straße aus betrachten.
Der Anbau von 1910 nach Plänen des Dozenten August Nabenhauer fügte an der Nordseite einen rechtwinkligen Seitenflügel hinzu, wodurch aus dem rechteckigen Grundriss ein L wurde und die Hauptfassade statt zwei drei gleiche Abschnitte erhielt. Gelbe und rote Backsteine gliedern die Wände.
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