Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, Liberale Moschee in Moabit, Deutschland.
Die Ibn Rushd-Goethe Moschee ist eine Moschee im Berliner Stadtteil Moabit, die in einem Seitengebäude einer evangelischen Kirche untergebracht ist. Der Gebetsraum verfügt über schlichte Einrichtung mit Gebetsteppichen, Bücherregalen und Sitzbänken, die für gemeinsame Gottesdienste ohne geschlechtsspezifische Trennwände genutzt werden.
Die Moschee wurde 2017 von der Anwältin Seyran Ateş gegründet, um eine reformorientierte islamische Gebetsstätte zu schaffen. Ihre Eröffnung löste Kritik von konservativen religiösen Autoritäten in mehreren Ländern aus, die ihre Auslegung des Islam ablehnten.
Die Gebetsräume stehen Angehörigen aller islamischen Strömungen offen, von Sunniten über Schiiten bis zu Aleviten und Sufis. Frauen und Männer beten Seite an Seite im selben Raum, ohne räumliche Trennung.
Die Moschee liegt in der Ottostraße 16 im Bezirk Mitte und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Besucher sollten beim Betreten die Schuhe ausziehen und auf angemessene Kleidung achten, wobei Kopftücher für Frauen optional sind.
Der Name verbindet den mittelalterlichen muslimischen Philosophen Ibn Rushd mit dem deutschen Dichter Goethe und symbolisiert Dialog zwischen Kulturen. Die Gebetsleitung wechselt zwischen weiblichen und männlichen Imamen, was in den meisten Moscheen weltweit nicht üblich ist.
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