St. Andreas, Kirchengebäude in Nesselwang, Deutschland.
St. Andreas ist die katholische Pfarrkirche von Nesselwang, die von 1904 bis 1906 nach Plänen von Ferdinand Schildhauer im Neobarock neu errichtet wurde. Die cremefarbene Fassade hat graue Bänder, einen geschwungenen Giebel mit Kreuz, drei hohe Bogenfenster und ein rotes Ziegeldach. Links erhebt sich ein 54 Meter hoher Turm mit dunkler Zwiebelhaube und Uhr, flankiert von zwei kleineren Türmen mit Zwiebelhauben. Im Inneren überspannt ein weißes Gewölbe mit grünen Blumenmotiven und gerahmten Fresken das Schiff, dessen Hochaltar von rotbraunen Säulen und geschnitzten gold-weißen Seitenaltären umgeben ist.
Eine erste spätgotische Andreaskirche mit achteckigem Chor entstand im frühen 15. Jahrhundert und wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört; 1642 erfolgte ein notdürftiger Wiederaufbau. Ein Neubau des Wessobrunner Klosterbaumeisters Johann Schmuzer ersetzte sie 1683 bis 1685, geweiht am 20. Mai 1685. Nach der Verlängerung des Schiffs 1698 bis 1700 ließ Franz Xaver Kleinhans den Turm 1748 auf die heutige Höhe von 54 Metern neu aufmauern. Der neobarocke Bau von Ferdinand Schildhauer wurde 1904 begonnen und am 10. September 1906 konsekriert.
Die Kirche ist ein Ort, wo die Gemeinde von Nesselwang zusammenkommt, besonders zu Gottesdiensten und lokalen Festen. Der Name St. Andreas verweist auf den Heiligen Andreas und zeigt die religiöse Tradition, die seit Jahrhunderten in dieser Region lebendig ist.
Die Kirche steht im Zentrum von Nesselwang; sie wurde um den Turm ihres Vorgängerbaus herum errichtet, der beim Abriss des alten Langhauses 1904 bis 1906 erhalten blieb. Der Turm, den Franz Xaver Kleinhans 1748 auf die heutige Höhe von 54 Metern neu aufmauern ließ, ist der älteste erhaltene Teil. Der stark verrußte Innenraum wurde 1995 bis 1997 gereinigt.
Das untere, etwa 11 Meter hohe Drittel des Turms stammt von der Vorgängerkirche; Franz Xaver Kleinhans baute ihn nach einem Sturm 1748 auf die heutige Höhe von 54 Metern neu auf. Im Inneren blieb die farbige Absetzung eines Teils des ursprünglich weißen Stucks von 1954 bei der Reinigung 1995 bis 1997 erhalten.
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