Neue Nationalgalerie, Kunstmuseum im Kulturforum, Berlin, Deutschland
Die Neue Nationalgalerie ist ein Museum für moderne Kunst im Kulturforum-Viertel von Berlin-Mitte, das sich durch seinen gläsernen Pavillon auszeichnet. Acht schmale Stahlstützen tragen das quadratische Dach über einer verglasten Haupthalle, während unterhalb weitere Ausstellungsräume liegen.
Ludwig Mies van der Rohe entwarf das Gebäude in den 1960er Jahren als letztes Werk seiner Karriere und starb ein Jahr nach der Eröffnung 1968. Der britische Architekt David Chipperfield leitete von 2015 bis 2021 eine Renovierung, die den ursprünglichen Zustand weitgehend wiederherstellte.
Der Name bezieht sich auf die nationale Sammlung moderner Kunst und grenzt die Institution vom ursprünglichen Nationalgaleriegebäude auf der Museumsinsel ab. Besucher sehen hier Gemälde und Skulpturen des 20. Jahrhunderts, die vor allem aus Deutschland stammen, aber auch internationale Strömungen wie Surrealismus oder abstrakte Malerei einschließen.
Die Eingangshalle im Erdgeschoss beherbergt Wechselausstellungen, während die dauerhafte Sammlung in den unteren Räumen hängt. Der Zugang erfolgt über breite Treppen und einen Aufzug, der alle Ebenen verbindet.
Während der Renovierung reproduzierte Chipperfield sogar das alte Teppichmuster aus der Eröffnungszeit, um die Atmosphäre des Originalentwurfs zu bewahren. Die Stahlträger wurden einzeln abgetragen, gereinigt und wieder eingesetzt, wobei nur minimale Eingriffe vorgenommen wurden.
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