St. Elisabeth, Kirchengebäude im Norden von Aachen, Deutschland
St. Elisabeth ist eine 1907 erbaute neugotische Kirche in der Jülicher Straße 68 in Aachen. Der hellgraue Steinbau besitzt einen quadratischen Turm mit hohem, spitz zulaufendem Helm, ein steiles Satteldach, ein großes Maßwerkfenster, einen Rundbogen und eine kleinere giebelständige Vorhalle. Das Dach ist mit Moselschiefer gedeckt.
Die Pfarrei entstand 1901 mit dem Kauf eines Grundstücks an der Jülicher Straße; der Kölner Architekt Eduard Endler gewann 1903 den Wettbewerb, im Herbst 1904 begann der Bau. Erzbischof Antonius Kardinal Fischer konsekrierte am 12. Mai 1907 Kirche und Hochaltar. Ein Bombenangriff am 14. Juli 1943 setzte Dach und Turmverkleidung in Brand; am 25. Juli 1943 wurde wieder Gottesdienst gefeiert, und am 25. Februar 1951 wurde die wiederaufgebaute Kirche erneut geweiht.
Die Kirche ist der heiligen Elisabeth von Thüringen geweiht, und ihre 1908 eingesetzten Chorfenster zeigen Szenen aus ihrem Leben. Seit 2017 beherbergt das ehemalige Kirchenschiff einen Coworking Space, und die Räume können für öffentliche Kultur- oder private Veranstaltungen angemietet werden.
St. Elisabeth steht an der Jülicher Straße 68 nahe der Ecke zum Blücherplatz im Norden Aachens. Seit Juli 2017 beherbergt das frühere Kirchenschiff den CoWorking Space des digitalHUB Aachen e. V., und Räume können für offene Kultur- oder Privatveranstaltungen angemietet werden; der Zugang richtet sich daher nach Veranstaltungen und Mietern, nicht nach festen Besuchszeiten.
Die vier Bronzeglocken der Kirche, durch Spenden finanziert und am 10. Mai 1913 erstmals geläutet, wurden am 17. Juni 1917 zu Kriegsmaterial eingeschmolzen, ebenso 23 Orgelpfeifen, wodurch die Orgel zwei Jahre lang unspielbar war. Die 1928 von Petit & Gebr. Edelbrock gegossenen Ersatzglocken trugen dieselben Inschriften wie die verlorenen.
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