Marienkirche, Lutherische Kirche in Königsberg, Deutschland
Die Marienkirche ist eine dreischiffige evangelisch-lutherische Hallenkirche am Marktplatz von Königsberg in Bayern. Sie ist 41,5 Meter lang und bis zu 22 Meter breit, hat einen eingezogenen Chor und an der Nordseite einen 46 Meter hohen Chorflankenturm. Das ziegelgedeckte Chor- und Langhausdach hat die gleiche Neigung und Firsthöhe.
Der Bau begann 1397 auf den Fundamenten eines älteren Wehrbaus. Am 13. Juli 1432 weihte der Würzburger Weihbischof Hermann die Kirche ad Sanctam Mariam und ihre fünf Altäre. 1449 wurde Königsberg eine selbstständige Pfarrei, die nach der Einführung der Reformation 1524 lutherisch wurde.
In den Gewölbezwickeln des Chors ist der Paradiesgarten mit Pflanzen der Königsberger Landschaft auf einem Grund aus rotbraunen Sternen dargestellt. Eine kleine Orgelempore springt vom zweiten Turmgeschoss in den Chor vor; ein Relief darunter zeigt den Architekten Leopold Oelenheinz, der sie wiederherstellen ließ.
Die Kirche liegt direkt am Marktplatz 8 neben dem Rathaus und ist daher im Stadtzentrum leicht zu finden. Der Zugang erfolgt vom Hauptplatz aus; die Lage erlaubt es, sowohl die Außendetails zu betrachten als auch das Innere während der üblichen Öffnungszeiten zu betreten.
Steinmetzzeichen in den Gewölben weisen auf ein Mitglied der Straßburger Bauhütte als Baumeister hin. Bei Arbeiten an der Gründung wurde ein größeres Gräberfeld gefunden; der Architekt Leopold Oelenheinz schätzte, dass auf der untersuchten Fläche von 30 mal 25 Metern die Überreste von mindestens 700, wahrscheinlich aber 1500 Toten liegen, vermutlich aus der Zeit der Sorbenüberfälle um 633.
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