St. Stephanskirche ), Backsteingotische Hallenkirche in Gartz (Oder), Deutschland
St. Stephan in Gartz ist eine gotische Backsteinhallenkirche, deren vierjochiges Schiff in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstand und deren einschiffiger Chor mit fünfseitigem Schluss aus dem 15. Jahrhundert stammt. Das Schiff ist als Ruine ohne Dach erhalten, während Chor und ein westliches Joch nach 1945 wieder eingedeckt und abgetrennt wurden. Der mächtige Turm, in seinen unteren Teilen mittelalterlich, wurde nach dem Krieg mit einem Zeltdach wiederhergestellt.
1249 ist ein Pfarrer in Gartz bezeugt, zehn Jahre später eine dem heiligen Stephan geweihte Kirche, wohl ein romanischer Bau. Die gotische Hallenschiff folgte in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, der polygonale Chor um 1400, der der Schule Hinrich Brunsbergs zugeschrieben wird. Der Beschuss der Roten Armee setzte die Kirche vom 20. bis 23. April 1945 in Brand; der Chor wurde bis 1952 wieder eingedeckt, ein Joch des Langhauses 1982 bis 1987 zweigeschossig ausgebaut.
Die Pfarrei ist 1249 erstmals bezeugt, die dem heiligen Stephanus geweihte Kirche zehn Jahre später. Seit 1981 dient ein Joch des Langhauses als zweigeschossiges Kulturhaus, während der frühere Chor der sakrale Raum bleibt, in dem von 1953 bis 1960 wieder Gottesdienste stattfanden.
Die Kirche ist nach Anmeldung zu besichtigen, wie die Kirchengemeinde mitteilt; der Chor dient als sakraler Raum, während das angrenzende Langhausjoch ein zweigeschossiges Kulturhaus beherbergt. Das Langhaus selbst bleibt Ruine mit gesicherten Mauerkronen, Besucher sollten auf den begehbaren Flächen bleiben.
Die unteren Teile des Turms stammen aus dem Mittelalter, sein oberstes Backsteingeschoss wurde im 18. Jahrhundert aufgesetzt; nach der Kriegszerstörung wurde der Turm mit einem Zeltdach wiederhergestellt, auf die Rekonstruktion des barocken Aufsatzes verzichtete man. 1986 wurden vier Glocken aus der Gießerei Apolda aufgehängt.
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