Ehemalige Klosterkirche der Praemonstratenser-Reichsabtei, jetzt Katholische Pfarrkirche Sankt Johannes Evangelist und Petrus, Klosterkirche in Ursberg, Deutschland.
St. Johannes Evangelist und Petrus ist eine Klosterkirche mit drei Schiffen und einem achteckigen Turm mit Zwiebeldach in Ursberg. Das Bauwerk mischt romanische und barocke Stilelemente und enthalt zwei Orgeln, darunter ein Hauptwerk von Johann Nepomuk Holzhey.
Die Kirche wurde nach ihrer Zerstorung im Dreissigjahrigen Krieg zwischen 1666 und 1674 unter Christoph Weigels Leitung wiederaufgebaut. Dabei verwendete man vorhandenes romanisches Material, um die neue Struktur zu errichten.
Die Kirche ist dem heiligen Johannes Evangelist und dem heiligen Petrus geweiht; ihre Figuren flankieren den Hochaltar von Johann Wagner und Johann Pflaum aus dem Jahr 1733, zusammen mit Augustinus und Norbert, den Ordensgründern. Das Altarblatt, 1794 von Konrad Huber gemalt, zeigt die Himmelfahrt Mariens. Die Seitenaltäre von 1778 zeigen links den heiligen Franziskus und rechts den heiligen Johannes.
Man betritt die Kirche durch eine in den Wiederaufbau von 1666 bis 1674 eingefügte Vorhalle, hinter der sich das erhöhte Mittelschiff öffnet. Die Hauptorgel von Johann Nepomuk Holzhey aus dem Jahr 1776 steht auf der Empore und hat 26 Register auf zwei Manualen und Pedal; 1999 wurde sie von Johannes Klais Orgelbau restauriert. Das romanische Kreuz aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts hängt seit 2003 im Chor.
Der Turm birgt vier historische Glocken; eine Glocke von 1653 belegt die Quelle nicht, die Angabe entfällt. Sehenswert ist stattdessen das romanische Kreuz aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts, das seit 2003 im Chor hängt und von Figuren der Gottesmutter und des Evangelisten Johannes begleitet wird.
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