St. Petrus Canisius, Katholische Kirche in Friedrichshafen, Deutschland.
St. Petrus Canisius ist eine katholische Pfarrkirche in der Katharinenstraße in Friedrichshafen, 1927/1928 nach Plänen von Hugo Schlösser und Wilhelm Friedrich Laur erbaut. Die geostete Klinkerbasilika hat ein 58 m langes Hauptschiff mit kurzen, schmalen Fenstern, niedrige Seitenschiffe, einen kurzen zweistufigen Chorraum und einen 46 m hohen Turm an der Südseite. Die Westfassade zeigt drei hohe Arkaden aus Muschelkalk über den Eingängen, ein Relief des hl. Petrus Canisius in der Vorhalle und eine monumentale Kreuzigungsgruppe über den Bögen.
Das Bevölkerungswachstum im Norden Friedrichshafens in den 1920er Jahren führte zur Abtrennung einer Kaplanei von St. Nikolaus und zum Bau dieser Kirche 1927/1928 nach Plänen von Hugo Schlösser und Wilhelm Friedrich Laur. Bischof Joannes Baptista Sproll weihte sie am 24. November 1928 dem Patronat des hl. Petrus Canisius; 1938 wurde sie selbstständige Pfarrkirche. Ein Bombenangriff am 28. April 1944 zerstörte das Pfarrhaus, die Kirche blieb jedoch weitgehend unbeschädigt.
Die Gemeinde ist mit 4.800 Katholiken (Stand 2018) die größte Friedrichshafens. Der Name ehrt Petrus Canisius, dem Bischof Joannes Baptista Sproll die Kirche bei der Weihe am 24. November 1928 anvertraute. Im Inneren hängt im ersten Spitzbogen des Mittelschiffs der Löwentaler Heiligenhimmel, ein großes Gemälde aus dem ehemaligen Kloster Löwental.
Das Gebäude liegt zentral in Friedrichshafen und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß erreichbar. Besucher sollten wissen, dass Öffnungszeiten sich nach Gottesdiensten richten und es empfehlenswert ist, vorher Informationen einzuholen.
Der Name der Kirche ehrt einen Jesuiten, dessen theologische Werke die katholische Bildung in Europa prägten. Dies macht das Gotteshaus zu einem Ort, der eine wichtige historische Persönlichkeit repräsentiert, auch wenn dies vielen Besuchern nicht unmittelbar bewusst ist.
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