Thorak-Atelier, Architekturdenkmal in Vaterstetten, Deutschland.
Das Staatsatelier Thorak ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in Vaterstetten, Bayern, das 1941 nach Plänen von Albert Speer als Atelieranlage für den Bildhauer Josef Thorak errichtet wurde. Es besteht aus einem großen Hauptsaal mit schwarzem Marmorboden und Glasdach sowie weiteren Nebengebäuden auf dem Gelände.
Das Gebäude wurde 1941 im Auftrag des NS-Regimes errichtet, das Thorak als offiziellen Staatskünstler förderte und ihm dieses Atelier zur Verfügung stellte. Am 5. Mai 1945 fanden hier die Kapitulationsverhandlungen der Heeresgruppe G statt, einem der letzten bedeutenden Ereignisse des Zweiten Weltkriegs in Süddeutschland.
Der Name des Gebäudes geht auf den Bildhauer Josef Thorak zurück, der hier während des Zweiten Weltkriegs arbeitete und Skulpturen in einem für die damalige Zeit außergewöhnlich großen Maßstab schuf. Der weitläufige Hauptsaal war eigens für übergroße Werke konzipiert, was man noch heute an den enormen Ausmaßen des Raumes erkennen kann.
Das Gelände ist nicht öffentlich zugänglich, da es heute als Magazin der Archäologischen Staatssammlung genutzt wird. Die Außenansicht des Gebäudes lässt sich jedoch von der Straße aus betrachten.
Zwischen 1954 und 1962 wurden die Hallen als Filmstudio genutzt, in dem deutsche Kinoproduktionen entstanden. Anschließend, bis 1983, lagerte die Bayerische Staatsoper hier Bühnenbilder und Requisiten, was das Gebäude zu einem stillen Hinter-den-Kulissen-Ort zweier großer Kunstformen machte.
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