Ehemaliges Schloss, jetzt Kloster Moosen, Kloster und Architekturdenkmal in Dorfen, Deutschland.
Schloss Moosen ist ein viergeschossiger kubischer Bau mit Walmdach und hohem barockem Schornstein, der um 1620 im Übergangsstil vom Manierismus zum Frühbarock errichtet wurde. Die direkt an die Südwand angebaute Kapelle dient seit dem 19. Jahrhundert als Filialkirche St. Katharina. Im Innern der Kapelle fallen das Kuppelgewölbe und die frühklassizistische Ausstattung auf.
Das Anwesen wurde 1212 erstmals unter Hartlieb von Moosen urkundlich erwähnt und wechselte daraufhin mehrere Mal zwischen Adelsfamilien. 1865 übernahmen die Armen-Schulschwestern die Anlage und nutzten sie als Kinderheim.
Die Kapelle im südlichen Flügel zeigt spätbarocke Ausstattung mit einem wertvollen Hochaltar und einer silbernen Reliquienschrein. Besucher können die religiöse Bedeutung des Ortes noch heute in der Gestaltung dieser Räume nachvollziehen.
Das Schloss steht heute leer und ist der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich, nachdem die früheren Bewohner es verlassen haben. Die Außenansicht kann vom umliegenden Gelände aus betrachtet werden, erfordert aber Rücksicht auf Privatgrundstücke.
Das wertvollste Stück der Kapelle ist ein Silberschrein mit Jesus in der Verspottung, den Graf Theodor Topor-Morawitzky 1788 aus seinem Amberger Schloss samt dem Trauring seiner Mutter nach Moosen bringen ließ. Votivbilder unter der Empore zeugen von zahlreichen Hilferuf-Anbetungen.
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