St. Thomas, Pfarrkirche in Wallenfels, Deutschland
St. Thomas ist eine neugotische Pfarrkirche aus hellbeigen Sandsteinquadern am Hang des Schlossberges östlich über dem Ortskern von Wallenfels. Ein quadratischer Westturm mit steilem grauem Pyramidendach, zwei Zifferblättern und schmalen Schallöffnungen steht vor einem fünfachsigen Langhaus unter dunkelgrauem Dach. Innen überspannt eine hölzerne Flachdecke den Raum; der polygonale Chor wird von vier spitzbogigen Fenstern belichtet, vor weißer Wand stehen drei vergoldete Altaraufbauten.
Die mittelalterliche Kirche, 1549 zur selbstständigen Pfarrkirche erhoben, brannte 1553 im Zweiten Markgrafenkrieg nieder und wurde 1634 im Dreißigjährigen Krieg erneut durch Feuer beschädigt. 1861 wurde sie abgebrochen und der Hang dahinter abgetragen; am 18. Mai 1861 erfolgte die Grundsteinlegung des neugotischen Neubaus. Maurermeister Herzog aus Schmölz und Zimmermeister Jasse aus Kronach errichteten ihn nach Plänen des Kronacher Bauassistenten Lermann, und der Bamberger Erzbischof Michael von Deinlein weihte ihn am 15. August 1869.
Die Kirche ist dem heiligen Thomas geweiht, was sich in der Ausstattung und den Darstellungen im Inneren widerspiegelt. Besucher können die verschiedenen Altäre betrachten, die religiöse Szenen und Heilige zeigen und die Bedeutung des Heiligen für die Gemeinde unterstreichen.
Der Innenraum ist für Besucher während der Öffnungszeiten zugänglich und ermöglicht einen entspannten Rundgang durch das Gebäude. Wer die Architektur oder die Altäre näher betrachten möchte, sollte genug Zeit zum Erkunden mitbringen und beachten, dass das Licht durch die spitzbogigen Fenster im Tagesrhythmus variiert.
Die beiden Seitenaltäre von 1897 sind Flügelaltäre des Staffelsteiner Künstlers Johann Stengel, deren Flügel in der Fastenzeit geschlossen werden. Die Rückseiten zeigen dann Gemälde auf goldenem Grund: am linken Altar Jesus am Ölberg und die Geißelung, am rechten Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung.
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