St. Bartholomäus, Katholische Kirche in Nordhalben, Deutschland
St. Bartholomäus ist eine katholische Pfarrkirche am östlichen Ende des ehemaligen Marktplatzes von Nordhalben. Der verputzte Bau hat ein fünfachsiges Langhaus und ein Seitenschiff unter einem gemeinsamen Satteldach mit hölzerner Flachdecke. Der Chorseitenturm im nördlichen Chorwinkel trägt einen hohen, diagonal gestellten, achtseitigen Helm mit Turmknauf, Kuppelkreuz und Wetterhahn. Der Grundstein an der südwestlichen Ecke trägt die Jahreszahl 1858.
Für 1421 ist erstmals ein Pfarrer in Nordhalben belegt. Da die Kirche 1690 als baufällig beschrieben wurde, entstand von 1707 bis 1715 ein barocker Ersatzneubau. Am 19. März 1856 zerstörte ein Ortsbrand das Langhaus, während Chorgewölbe und unterer Kirchturm stehen blieben. Bis 1858 wurde die Kirche wieder aufgebaut; der Grundstein an der Südwestecke trägt diese Jahreszahl.
Die Kirche ist dem heiligen Bartholomäus geweiht; seine Berufung zeigt das Mosaik von 1957 in der Apsis mit Jesus und Natanaël, sein Bekenntnis steht an der linken Chorwand. Von den vier Glocken goss Friedrich Wilhelm Schilling 1964 drei; die kleinere von 1857 trägt die Inschrift zum Brand von 1856 und läutet allein als Totenglocke.
Die Kirche steht am östlichen Ende des ehemaligen Marktplatzes; der Turm sitzt im nördlichen Chorwinkel, die Taufkapelle an der Südseite. Die Portale sind rundbogig. Der Eingang liegt am westlichen Ende des Langhauses unter der Orgelempore, die im Inneren auf zwei Rundsäulen ruht.
Die kleinste der vier Glocken entstand 1857 zur Erinnerung an den Ortsbrand: Ihre Inschrift lautet „Am 19. März 1856 totaler Abbrand des Marktes Nordhalben“ und nennt Richter, Pfarrer, Bürgermeister und Mitglieder der Kirchenverwaltung. Ihr Ton (h) harmoniert nicht mehr mit den übrigen Glocken (f, as, b), deshalb läutet sie allein als Totenglocke.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.785 Mitwirkenden weltweit.