St. Lambert, Religiöses Monument in Seeon-Seebruck, Deutschland
St. Lambert ist eine ehemalige Benediktinerklosterkirche in Klosterseeon, einem Ortsteil von Seeon-Seebruck. Der Kern ist eine romanische Säulenbasilika mit dreischiffigem Langhaus und drei Chören. Die Westfassade hat zwei achteckige Türme aus Tuffquadern und Feldsteinen, die von dunkelgraugrünen Zwiebelhauben aus dem 16. Jahrhundert bekrönt werden. Ein rot gedeckter Bauteil schließt an den weißen Hauptbau an.
Das Benediktinerkloster Seeon wurde im späten 10. Jahrhundert von Pfalzgraf Aribo I. und seiner Gemahlin Adala von Bayern gegründet; über seine erste Kirche ist nichts bekannt. Vermutlich ließ Aribo II. im späten 11. Jahrhundert eine dreischiffige Basilika errichten, zu der der Nordturm und das Stufenportal aus rotem Sandstein gehören. Um 1200 folgten der Südturm und die zweigeschossige Vorhalle zwischen den Türmen. Die Äbte Simon und Erhard Farcher ließen die Kirche ab 1392 spätgotisch umbauen, 1433 weihte der Passauer Bischof Leonhard von Laiming sie.
Die Kirche ist dem heiligen Lambert von Lüttich geweiht, dem Bischof von Maastricht, dessen Reliquien im Kloster Seeon verehrt wurden. Die um 1625 bemalten Hochschiffwände zeigen Szenen aus dem Leben Jesu zusammen mit den Klostergründern Aribo und Adala, dem heiligen Benedikt und dem Kirchenpatron Lambert. Die Gewölbemalereien des späten 16. Jahrhunderts stellen im Langhaus das Jesuskind und die Vierzehn Nothelfer dar.
Die Kirche steht in Klosterseeon, einem Ortsteil der Gemeinde Seeon-Seebruck im Landkreis Traunstein in Oberbayern. Die Westfassade mit den beiden achteckigen Türmen und ihren Zwiebelhauben liegt zum Besucher hin; über dem Portal der Vorhalle steht in einer überdachten Nische die Madonna mit Kind von Johann Schwaiger von 1721. Der Zugang erfolgt über die zweigeschossige Vorhalle zwischen den Türmen.
Die beiden Westtürme bewahren ihren Kern aus dem 11./12. Jahrhundert aus Tuffquadern und Feldsteinen, ihre Zwiebelhauben stammen jedoch erst aus der Zeit nach dem Klosterbrand von 1561, als sie die gotischen Spitzhelme ersetzten. Unter der Traufe läuft ein spätgotischer Maßwerkfries, und über dem Portal der Vorhalle steht in einer überdachten Nische eine Madonna mit Kind, die 1721 der Bildhauer Johann Schwaiger aus Reichenhall schuf.
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