Evangelisch-lutherische Altstädter Pfarrkirche, Lutherische Kirche in der barocken Altstadt von Erlangen
Die Altstädter Pfarrkirche ist ein lutherischer Kirchenbau in Erlangen mit einem markanten Turm, der sich in mehreren Ebenen mit klassischen Säulenordnungen nach oben verjüngt. Das Innere zeigt eine gewölbte Decke mit geometrischen Stuckarbeiten und einen integrierten Predigtaltarraum aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Eine Marienkapelle von 1288 an dieser Stelle wurde nach einem Brand 1632 und erneut nach dem Altstadtbrand 1706 ersetzt. Die heutige Kirche entstand 1709 bis 1721 nach Plänen des Bamberger Baumeisters Wenzel Perner unter Beteiligung des Erlangers Johann Georg Kannhäuser; die Grundsteinlegung erfolgte am 29. Juli 1709, die Weihe am 2. März 1721. Der 55,5 Meter hohe Westturm wurde 1726 fertiggestellt.
Die Kirchweih der Altstädter Dreifaltigkeitskirche wird an Trinitatis gefeiert, dem Sonntag nach Pfingsten. Seit 1755 findet sie als Bergkirchweih am Altstädter Schießhaus am Fuße des Erlanger Burgbergs statt und dauert heute zwölf Tage, vom Donnerstag vor Pfingsten bis zum Montag nach Trinitatis, mit regelmäßig über einer Million Besuchern. Die Orgel auf der Westempore dient Gottesdiensten und Konzerten des Bach-Vereins Erlangen.
Die Kirche liegt zentral am Martin-Luther-Platz in der Erlanger Innenstadt und ist zu Fuß leicht erreichbar. Regelmäßige Öffnungszeiten ermöglichen Besuche am besten an Wochentagen, wenn nicht gerade Gottesdienste oder spezielle Veranstaltungen stattfinden.
Die Orgel wurde 1961 von der Firma E. F. Walcker & Cie. aus Ludwigsburg erbaut und 1996/97 von Thomas Jann restauriert. Sie umfasst 46 Register auf drei Manualen und Pedal; der barocke Prospekt von Johann Christoph Wiegleb stammt aus der Zeit um 1720 und wurde um 1760 von Georg Ludwig Krämer aus Bamberg von fünf auf neun Achsen erweitert.
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