Stadtmauer, Katholische Stadtpfarrkirche in Mindelheim, Deutschland
St. Stephan ist eine pilastergegliederte Saalkirche von 49 Metern Länge, mit einem 32 Meter langen Langhaus und einem 17 Meter langen Chor. Das Langhaus ist 18,70 Meter breit und 16,2 Meter hoch, der Chor 14,3 Meter. Im Norden steht ein 65 Meter hoher Turm mit Spitzhelm; im Westen schließt das Kloster Heilig Kreuz an.
Der Bau des gotischen Gotteshauses begann 1409 auf Wunsch von Herzog Ulrich von Teck und seiner Gemahlin Anna von Polen innerhalb der Stadtmauern. Diese Gründung machte es zum zentralen Heiligtum und prägt bis heute das Stadtbild von Mindelheim.
Das 1962 aufgestellte Hochaltarretabel schuf Erwin Holzbaur. Im Mittelteil zeigt es in dunklen Farben die Steinigung des heiligen Stephanus, darüber schwebt die Heilige Dreifaltigkeit mit einer Taube über dem Rahmen. Kleine Tafeln stellen die Kirchenväter sowie die Apostel Petrus und Paulus dar.
Das Gotteshaus ist über die Straßen Mindelheims leicht erreichbar und bietet Besuchern Zugang während der offenen Zeiten. Wer die Kunstwerke im Inneren sehen möchte, sollte sich Zeit für einen ruhigen Rundgang nehmen.
Zum Kirchenschatz gehört ein romanisches Bronzekruzifix aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. In der kreuzrippengewölbten Turmkapelle steht das Rotmarmor-Doppelgrabmal für Herzog Ulrich von Teck und Ursula von Baden von Meister Ulrich aus Augsburg; am Eingang ist der Wappenstein des Georg von Frundsberg angebracht, wohl von 1538.
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