St. Stephan, Kirchengebäude in Genhofen, Deutschland
St. Stephan ist eine katholische Filialkirche in Genhofen, einem Gemeindeteil von Stiefenhofen. Chor und Turm im spätgotischen Stil stammen von 1495, als der Baumeister Conrad Schilling die Kapelle in Auftrag gab. Im Inneren befinden sich drei spätgotische Flügelaltäre, und die Sakristeitür ist mit Dutzenden Hufeisen beschlagen.
Der spätgotische Chor und der Turm der Kapelle stammen aus der Zeit um 1495; die Jahreszahl ist neben der Sakristeitür eingeritzt, Bauherr war Magister Conrad Schilling. Zwischen 1566 und 1617 wurden unter den Pfarrern Anton und Arbogast Heimos Fresken einer zweiten Fassung angelegt, die knapp 100 Jahre später als für ein Gotteshaus unwürdig übermalt wurden. Bei Renovierungsarbeiten 1938 bis 1944 wieder freigelegt, machten sie die Kapelle über kunsthistorische Kreise hinaus bekannt.
Der Name der Kirche verweist auf den heiligen Stephanus, den ersten christlichen Märtyrer. Die Innenausstattung zeigt handwerkliche Details, die typisch für Dorfkirchen in dieser Region sind.
Die Kirche ist von den Wegen des Dorfes aus erreichbar und liegt zentral im Ortskern von Genhofen. Besucher sollten beachten, dass Öffnungszeiten je nach kirchlichen Veranstaltungen variieren können.
Die Sakristeitür ist mit mehreren Dutzend aufgenagelten Hufeisen beschmückt, die ortsansässige Schmiede oder Fuhrleute als Votivgaben hinterließen, nachdem sie den gefürchteten Anstieg der Salzstraße auf den Hahnschenkel bewältigt und lose Eisenteile ihrer Pferde in der Dorfschmiede neu beschlagen ließen. Gekreuzte Wolfsangeln auf der Tür und in den Fresken verweisen auf die Bedeutung der Schmiede für die Kapelle.
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