Maria Rosenkranzkönigin, Katholische Kirche in Gerolzhofen, Deutschland.
Maria Rosenkranzkönigin ist eine dreischiffige Hallenkirche mit einem doppeljochigen Chor und zwei spätgotischen Chorflankentürmen, die mit achtseitigen Spitzhauben abschließen. Die acht mächtigen Säulenpfeiler des Mittelschiffs tragen ein Parallelrippengewölbe, die Seitenschiffe einfachere Kreuzgewölbe. Die Westfassade von um 1900 besitzt zwei niedrige Treppentürme und ein vierbahniges Maßwerkfenster.
Seit dem 10. Jahrhundert stand hier ein Holzbau; um 1003 ersetzte ihn eine romanische Hallenkirche unter dem Patrozinium der heiligen Regiswindis, deren Fundamente Ausgrabungen des 20. Jahrhunderts freilegten. Dieser Bau wurde in den 1390er Jahren im Fränkischen Städtekrieg zerstört, als Fürstbischof Gerhard von Schwarzburg Gerolzhofen belagerte. Nach 1400 begann der Wiederaufbau mit dem gotischen Chor; das Langhaus wurde am 15. Juni 1436 begonnen, 1479 weihte Fürstbischof Rudolf von Scherenberg die Kirche.
Die Kirche wird umgangssprachlich Steigerwalddom genannt; ihr historischer Volltitel lautete St. Maria de Rosario und St. Regiswindis, nach der Heiligen des 9. Jahrhunderts, der schon die romanische Vorgängerkirche geweiht war. Patroziniumstag ist das Rosenkranzfest am 7. Oktober. Die Pfarrei gehört zur Pfarreiengemeinschaft St. Franziskus am Steigerwald im Bistum Würzburg.
Besucher können die Kirche während der Öffnungszeiten betreten und die Architektur sowie religiöse Kunstgegenstände erkunden. Es wird empfohlen, sich angemessen zu kleiden und respektvoll zu verhalten, besonders wenn Gottesdienste stattfinden.
Der Baumeister der Kirche des 15. Jahrhunderts hat sich im Gewölbe verewigt: ein Selbstbildnis, in einen der Kämpfer gemeißelt. In der Literatur wird immer wieder Wolfram von Königsberg genannt, der 1424 am Domkreuzgang in Würzburg nachweisbar ist; sicher ist der Name nicht.
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