St. Martin, Katholische Kirche in Zusmarshausen, Deutschland.
St. Martin in Gabelbach, einem Ortsteil von Zusmarshausen, ist eine katholische Pfarrkirche, die 1737 bis 1738 nach Plänen des Augsburger Domkapitel-Baumeisters Johann Paulus entstand und 1746 geweiht wurde. Das Langhaus trägt Frührokoko-Stuck von 1738, der Johann und Ignaz Finsterwalder zugeschrieben wird; das Deckenfresko von Alois Mack zeigt die Himmelfahrt und Krönung Mariens. 1768 erhöhte Joseph Dossenberger den Turm um vier Geschosse.
Ausgrabungen belegten einen steinernen Vorgängerbau des späten 12. Jahrhunderts von 14,30 m Länge und 6,30 m Breite, der Mitte des 14. Jahrhunderts umgebaut wurde. 1590 entstand ein neues Langhaus für 612 Gulden und 16 Kreuzer, 1617 wurde der Chor erneuert und ein neuer Altar durch Meister Jerg, Maurer von Radau, für 2406 Gulden und 33 Kreuzer hinzugefügt. Der heutige Bau entstand 1737 bis 1738 unter Johann Paulus aus Augsburg, wurde 1746 geweiht, und 1768 erhöhte Joseph Dossenberger den Turm um vier Geschosse.
St. Martin war Wallfahrtskirche der 1692 vom Pfarrer und Dekan Bartholomäus Hartmann gegründeten Erzbruderschaft Maria vom Trost. Das Deckenfresko von Alois Mack zeigt die Himmelfahrt und Krönung Mariens; von den vier Glocken stammt die älteste und schwerste von 1768.
Die Kirche befindet sich am Kirchplatz 2 und ist leicht zu Fuß erreichbar, mit Parkplätzen in der Nähe des Eingangs. Der Besuch ist am besten während der geöffneten Öffnungszeiten möglich, und es ist ratsam, angemessene Kleidung zu tragen.
Die Orgel auf der oberen Empore baute 1609 Marx Günzer für die Augsburger Barfüßerkirche; 1757 wurde sie nach Gabelbach verkauft und 1758 dort aufgestellt. Sie gilt als die älteste bekannte Orgel Süddeutschlands; bis 2016 restaurierte Hermann Weber sie auf den Zustand von 1758.
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