Katholische Stadtpfarrkirche Sankt Johannes Baptist, Gotische Pfarrkirche in Rain, Deutschland
St. Johannes der Täufer ist eine spätgotische Pseudobasilika von 45 Metern Länge, das Langhaus ist 20 Meter breit und das Mittelschiff 15 Meter hoch. Der 66 Meter hohe Turm steht im südlichen Chorwinkel und geht von einem quadratischen Unterbau in einen achteckigen Barockaufsatz über, der um 1870 mit dem heutigen Spitzhelm bekrönt wurde. Der Innenraum hat ein dreischiffiges Langhaus mit Netzrippengewölbe und einen einschiffigen, fünfseitig geschlossenen Chor.
1314 erstmals schriftlich erwähnt und 1322 als Pfarrkirche bezeichnet, ruht die Kirche auf dem Turmunterbau mit 1,80 Meter dicken Wänden aus der Zeit zwischen 1250 und 1300. Das gotische Langhaus folgte zwischen 1380 und 1480, der Chorbogen trägt die Jahreszahl 1480, und ab 1538 wurde der Turm auf dem spätromanischen Unterbau aufgebaut. Im 17. Jahrhundert erfolgte eine Barockisierung, um 1870 erhielt der Turm seinen heutigen Spitzhelm.
Die Kirche zeigt Netzgewölbe im Mittelschiff, das mit feinen geometrischen Mustern beeindruckt. Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert sind noch heute sichtbar und vermitteln einen Eindruck von der künstlerischen Ausstattung vergangener Zeiten.
Der 66 Meter hohe Turm steht im südlichen Chorwinkel, den Hauptzugang findet man daher am besten vom Stadtzentrum aus. Man betritt die Kirche durch das Südportal, über dem der heilige Christophorus dargestellt ist. Während der Gottesdienste im Chor halten sich Besucher in den Seitenschiffen auf.
In die Wände sind Grabsteine und Epitaphe eingelassen, darunter der Grabstein des 1507 gestorbenen Pfarrers Endres Weiß, der den Verstorbenen in Ganzfigur zeigt. Außerdem wurde der Wetterhahn, den ein Sturm abgerissen hatte, 1866 vom Artilleristen Jac. Zech in einer Kletteraktion wieder aufgesetzt.
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