St. Laurentius, Saalkirche, Sandsteinquaderbau mit Satteldach und Giebelgauben, im Kern romanische Anlage mit Hallenkrypta, erste Hälfte 11. Jahrhundert, eingezogener Chor, zweite Hälfte 15. Jahrhundert, Westturm Ende 14./Anfang 15. Jahrhundert mit Welscher Haube
St. Laurentius ist eine Kirchenanlage in Roßtal mit Strukturen aus dem 12. und 13. Jahrhundert, dominiert von einem etwa 52 Meter hohen Turm mit vier kleinen Türmchen an der Spitze. Das Gebäude vereint romanische und gotische Bauelemente und beherbergt im Inneren Altäre, Skulpturen, eine Kanzel mit Schalldeckel und bunte Fenster aus verschiedenen Epochen.
Die Kirche wurde um 1020 gegründet und ist eng mit der heiligen Irmingard verbunden, eine Gräfin, die in der darunter liegenden Krypta begraben liegt. Ein großes Feuer 1627 zerstörte große Teile des Gebäudes, wonach Turm und Chor in verändertem Stil wieder aufgebaut wurden, was dem Bauwerk sein gemischtes Aussehen gab.
Die Kirche ist dem heiligen Laurentius gewidmet, einem Märtyrer aus Rom, dessen Verehrung bis ins Mittelalter zurückreicht. Der Name prägt bis heute die Identität des Ortes und der Gemeinde, die sich in diesem Raum versammelt.
Die Kirche ist für Besucher täglich offen und bietet einen ruhigen Raum zum Beten und Erkunden der inneren Kunstwerke und Architektur. Der Zugang ist einfach und die kleine, historische Anlage lässt sich bei einem Spaziergang durch Roßtal leicht besuchen.
Unter der Kirche liegt eine der ältesten Krypten der Region, erbaut zwischen 1025 und 1042, die noch heute mit ihren steinernen Pfeilern und Gewölbedecken besucht werden kann. Diese unterirdische Kammer war ursprünglich das Grab der heiligen Irmingard und bleibt ein ruhiger Ort für Gebet und Besinnung.
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