Katholische Kapelle St. Sebastian, Kapelle in Wolkshausen (Gaukönigshofen)
Die Kapelle in Gaukönigshofen ist eine kleine Kirche an der südlichen Ortskante neben der Grundschule mit einer schlichten Ausstattung und hohem, spitz zulaufendem Dach. Das Innere zeigt weiße Wände, einen einfachen Steinboden und enthält eine Rokkoko-Statue des heiligen Nikolaus sowie einen schlichten Altar mit einer Christusdarstellung.
Die Kapelle steht auf dem Gelände einer früheren Martinskapelle, die bereits 741 in Dokumenten erwähnt wurde und zu den ältesten Kirchengebäuden der Region zählt. Das heutige Bauwerk entstand Anfang des 17. Jahrhunderts als Neubau an gleicher Stelle und übernahm später die Funktion eines Versammlungsortes für die protestantische Gemeinde.
Die Kapelle war über Jahrhunderte ein Ort der Religionsausübung, zunächst für Katholiken und später für die protestantische Gemeinde, die sich monatlich dort versammelte. Sie spiegelt die Zusammenarbeit verschiedener Glaubensgruppen und bleibt ein Symbol für das gemeinsame Erbe der Ortschaft wider.
Die Kapelle liegt am südlichen Ortsrand neben der Grundschule und ist leicht zu Fuß zu erreichen; Parkmöglichkeiten finden sich auf den nahegelegenen Straßen des Ortes. Besucher sollten tagsüber kommen und die ruhige Umgebung respektieren, wobei die Tür manchmal offen ist oder durch die Fenster ein Blick ins Innere möglich ist.
Auf dem Gelände finden sich unter dem Dachüberstand zwei klassizistische Grabsteine, die zwei der letzten Mönche ehren, die in Gaukönigshofen dienten und sich um Kirche und Gemeinde kümmerten. Diese Gedenksteine zeigen die tiefe Verbindung zwischen den geistlichen Betreuern und der lokalen Bevölkerung.
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