Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Andreas, Gotische Kirche in Kalchreuth, Deutschland
St. Andreas ist eine gotische Saalkirche in Kalchreuth, erstmals 1390 bezeugt. Das Langhaus entstand 1471, der dreiseitig geschlossene Chor 1494 mit Netzrippengewölbe; das Langhaus trägt ein hölzernes Spiegelgewölbe und hölzerne Doppelemporen. Der barocke Turm stammt von 1788/1789, am Chor stehen Strebepfeiler.
St. Andreas ist seit 1390 erstmals bezeugt und wird 1502 als Gnadenort genannt. Das Langhaus entstand 1471, der Chor 1494, der Turm erst 1788/1789. Von Juli 2024 bis Mitte Juni 2026 wurde die Kirche vollständig restauriert; am 14. Juni 2026 feierte die Gemeinde den Abschluss mit zahlreichen Gästen.
Der angeblich 1498 gestiftete Hochaltar stammt aus der Werkstatt Michael Wohlgemuths; im Schrein stehen vollplastische Figuren der Madonna mit den Heiligen Andreas, Wolfgang, Petrus und Ursula unter Baldachinen mit Rankenwerk. Die Innenflügel zeigen Reliefs aus dem Marienleben, die Außen- und Standflügel zwölf gefasste Passionsdarstellungen. Die Schnitzarbeiten werden der Werkstatt von Veit Stoß zugeschrieben.
Bei der Renovierung 1979 wurde der Langhausboden angehoben, weshalb die hölzernen Doppelemporen tiefer liegen als in vergleichbaren Kirchen. Von Juli 2024 bis Mitte Juni 2026 wurde die Kirche vollständig restauriert; die Kirchengemeinde feierte den Abschluss am 14. Juni 2026. Der dreiseitig geschlossene Chor wird durch hohe Fenster zwischen den Strebepfeilern belichtet.
Die linke Chornische beherbergt einen vollständigen Satz von zwölf Terrakotta-Apostelfiguren aus dem Jahr 1380, die auf hölzernen Brettern montiert sind. Diese seltenen Figuren stammen aus einer Zeit, die deutlich älter ist als der heutige Hochaltar.
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