Wasserschloß Schönau, Mittelalterliches Schloss in Schönau, Deutschland
Schloss Schönau ist ein Wasserschloss auf einer Insel in Schönau, Bayern. Der siebengeschossige Bergfried stammt aus dem 20. Jahrhundert, während Torturm und Westtrakt Bausubstanz des 16. Jahrhunderts bewahren. Der Architekt Gabriel von Seidl baute das spätgotische Schloss von 1900 bis 1903 zu einer Villa im Stil des Historismus um und fügte einen Ostflügel im Stilgemisch von Neogotik und Neorenaissance hinzu.
Das Schloss wurde im 15. Jahrhundert von der Familie Berghofer errichtet; 1506 bestätigte Herzog Albrecht IV. die Einrichtung der Hofmark unter Jörg Berghofer. 1533 erwarb die Familie Edelbeck das Anwesen, und durch die Heirat von Barbara Katharina Edelbeck mit Georg Sigmund Riederer von Paar ging es am 24. September 1670 an die Familie Riederer von Paar über. Zwischen 1900 und 1903 ließ Baron Riederer das spätgotische Schloss durch den Architekten Gabriel von Seidl zu einer Villa im Burgenstil des Historismus umbauen.
Der Schlosspark wurde 1867 von Carl von Effner entworfen und verbindet parkähnliche Strukturen mit heimischen und exotischen Bäumen wie Zuckerahorne und japanische Lärchen. Besucher erleben heute eine Mischung aus sorgfältig gepflanzten Grünflächen, die das Schloss umgeben und zum Spaziergang einladen.
Die Öffentlichkeit kann die Parkanlage seit den 1930er Jahren besuchen und Wege durch die bebauten und grünen Bereiche erkunden. Der Eintritt zum Gelände bietet einen guten Überblick über die Architektur von außen und die umgebende Landschaft.
Der siebengeschossige Bergfried ist nicht mittelalterlich, sondern entstand um 1900 beim Umbau durch Baron Riederer, der das spätgotische Schloss in eine Villa im Burgenstil des Historismus verwandelte. Der Baubestand des 16. Jahrhunderts ist vor allem im Torturm und im Westtrakt erhalten, beide romantisch überformt.
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