Evangelische Pfarrkirche, Evangelische Pfarrkirche in Haiger, Deutschland.
Die Evangelische Pfarrkirche in Haiger ist ein protestantisches Gotteshaus mit typischen Elementen deutscher Kirchenarchitektur. Das Gebäude hat einen markanten Glockenturm und befindet sich in der Innenstadt.
914 ist eine Kirche erstmals belegt, als König Konrad I. eine Taufkirche, den Hof Heiger und die Marktrechte dem Walpurgisstift Weilburg schenkte. Die ältesten Teile des Westturms stammen aus dem 11. Jahrhundert, der Chor mit seinen Wandmalereien aus den Jahren 1460–1494 und die dreischiffige Halle aus dem frühen 16. Jahrhundert. In den 1530er Jahren wurde im Nassau-Dillenburg die Reformation eingeführt; um 1578 wechselte die Gemeinde zum reformierten Bekenntnis, dessen Bilderverbot um 1585 zur Übertünchung der Fresken führte.
Der Name der Kirche verweist auf Haigers Stellung als Mutterkirche und Sitz eines Dekanats, das einst die Pfarreien des Amtes Dillenburg umfasste. Die spätgotischen Wandmalereien im Chor, um 1485 bis 1490 von den letzten Rittern Hermann und Jost von Haiger finanziert, wurden um 1585 unter dem reformierten Bilderverbot übertüncht und 1905 durch den Kölner Kirchenmaler Wilhelm Batzem wieder freigelegt.
Die Kirche liegt im Zentrum von Haiger und ist zu Fuß leicht erreichbar. Besucher können den Ort jederzeit besichtigen, sollten aber Öffnungszeiten und religiöse Veranstaltungen beachten.
Der Glockenturm ist ein markantes Merkmal des Ortsbildes und kann von vielen Punkten in Haiger aus gesehen werden. Diese Sichtbarkeit machte die Kirche über Generationen hinweg zu einem wichtigen Orientierungspunkt für die Bewohner.
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