Ehemaliges Kinderheim, Denkmalgeschütztes Wohngebäude in Eppenhain, Deutschland.
Die Villa Hochschild ist ein breit gelagerter, eingeschossiger Wohnbau mit repräsentativer Parkfassade in Eppenhain. Das Haus besitzt Fenstertüren mit Segmentbögen und ein hohes Mansarddach mit Fledermausgauben, während zum Anwesen ursprünglich ein vierflügeliger Gutshof mit Toranlage und ein Aussichtstempel gehörten.
Das Gebäude wurde 1911/12 für den Frankfurter Unternehmer Zachary Hochschild nach Plänen des Architekten Otto Bäppler errichtet. Der Bauschein datiert auf den 27. Mai 1911; das für 160.000 Goldmark erworbene Hanggrundstück wurde eingeebnet. Während des Ersten Weltkrieges öffnete die Witwe Philippine Hochschild das Anwesen für genesende verwundete Frontsoldaten.
Die Einheimischen nennen das Anwesen „Die Höhe“ bzw. mundartlich „Die Höh’“ nach seiner Höhenlage über Eppenhain. Der Name Hochschild verweist auf Zachary Hochschild, einen für die Metallgesellschaft und die Berg- und Metallbank tätigen Frankfurter Unternehmer, der das Landhaus als Sommerresidenz für seine Familie errichten ließ. Die kleine Gemeinde erhoffte sich wohlhabende Städter als Sommergäste und dauerhafte Nachbarn.
Das Anwesen liegt südlich des Taunuskamms und nordwestlich des Dorfzentrums mit günstiger Südwestausrichtung. Besucher sollten die sanfte Hanglage beachten und können die Architektur am besten von Wegen um das Grundstück herum erkunden.
Im Park des Anwesens steht seit 1912 ein vierflügeliger Gutshof mit Toranlage, in dessen Innenhof ein Brunnen mit Frauenskulptur liegt. Nordöstlich des Landhauses, am Waldrand und höher als das Hauptgebäude gelegen, wurden ein Aussichtstempel und eine überdachte Ziehbrunnenanlage errichtet. Zeitgenössische Laternen säumten die Wege des Parkgeländes.
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