Gutshaus Geisendorf, Herrenhaus in Neupetershain, Deutschland
Das Gutshaus Geisendorf ist ein zweigeschossiger, 9:5-achsiger Rechteckbau unter Krüppelwalmdach, der gegen Ende des 17. Jahrhunderts im Barockstil errichtet wurde. Die Hauptfassade, zu Beginn des 19. Jahrhunderts für Friedrich Ehrenreich von Muschwitz frühklassizistisch umgestaltet, zeigt im Erdgeschoss eine Bandquaderung, im Obergeschoss Pilaster und einen Mittelrisalit mit Mäanderfries. Ein großer Rundbogen an der Nordseite und ein Toilettenerker verweisen auf den Bau des 17. Jahrhunderts.
Das Gut gehörte von 1486 bis 1675 der Familie von Löben, dann den von Nostitz und kurz den von der Marwitz (1727–1739). Das Herrenhaus entstand gegen Ende des 17. Jahrhunderts; Mitte des 18. Jahrhunderts erwarb es die Familie von Muschwitz, und um 1800 ließ Friedrich Ehrenreich von Muschwitz es frühklassizistisch umgestalten. Nach der Enteignung in der Bodenreform 1945 kaufte es 1991 Pascual Jordan, ein Urenkel Hansen Burscher von Sahers, der es sanierte und dafür 1993 den Brandenburgischen Preis für Denkmalpflege erhielt.
Der niedersorbische Name Kněski dwor Gižkojce bewahrt die sorbische Vergangenheit des Gutes, und seit der Devastierung des Dorfes dient das Haus als Kulturforum. Dort finden Ausstellungen, ein Literaturforum und weitere Veranstaltungen statt; in den 1980er-Jahren wurde es für örtliche Feste wie das Erntedankfest und das Zampern genutzt.
Das Gebäude befindet sich an der Jahnstraße 7 und kann besichtigt werden, wobei Außenaufnahmen jederzeit möglich sind. Eine geplante Ankunft wird empfohlen, um die aktuellen Ausstellungen und Öffnungszeiten des kulturellen Forums zu überprüfen.
Pascual Jordan, ein Urenkel des letzten privaten Besitzers Hansen Burscher von Saher, kaufte das verfallene Gutshaus 1991 von der Gemeinde Neupetershain und sanierte es; 1993 erhielt er dafür den Brandenburgischen Preis für Denkmalpflege. 1996 erwarb die Lausitzer Braunkohle AG das Gebäude, und seit 2009 liegt es unmittelbar am Rand der rekultivierten Fläche des ehemaligen Tagebaus Welzow-Süd.
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